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19.09.1980 - 

CA-IDOS zur Plattenunterstützung:

Systemprogramm verschwistert DOS und CMS

ALBA {pi) - Schwerwiegende Kapazitätsengpässe traten in der Damenbekleidungsfabrik Vestebene im italienischen Alba auf. Die etwa 100 Terminalbenutzer hatten nicht genug Computerzeit zur Verfügung, um zu arbeiten, und die Programmierer waren total überlastet. Zwei Maßnahmen besserten schließlich die Zustände: ein zweiter Rechner und neue Systemsoftware.

Vestebene, Europas führender Hersteller von Damenbekleidung mit einem jährlichen Ausstoß von 8 000 000 Kleidungsstücken, ist nach Meinung der Computer Associates Italien "einer der treuesten Kunden". Acht der zehn CA-Produkte sind dort im Einsatz.

Die erste Anlage, die sich das dortige Rechenzentrum zulegte, war eine IBM 370/145 mit 500 KB Speicher. Manchmal mußten die Programmierer bis zu einem Tag warten, ehe sie Maschinenzeit benutzen konnten. Das Unternehmen entschloß sich daraufhin auf eine 370/148 umzusteigen.

Gleichzeitig hielt man nach einer Möglichkeit Ausschau, einen interaktiven Betrieb einzuführen. Nazzaro Oberto, DV-Manager im Unternehmen berichtet: "Wir hatten zehn total überlastete Programmierer und 100 Terminalbenutzer, die sich um Computerzeit rauften. Die Terminals wurden zumeist in den Filialen zwecks Zugriff zu den Dateien über Bestand, Auftragsausführung etc. eingesetzt. Das ständige Hin und Her zwischen den beiden Gruppen zog ständige Programmabbrüche nach sich, und das System fiel einfach zu oft aus."

Als Problemlösung schlug IBM ein System namens SPM vor, doch Vestebene neigte mehr zu VM/CMS. Damit war zwar den Programmierern geholfen, doch wegen des hohen Verwaltungsaufwandes zeigte sich bei den TP-Anwendungen keine wesentliche Verbesserung.

Die Lösung kam dann durch Hinzufügen einer 3031. Erst wollte man die 370/148 überhaupt loswerden, doch da die Programmierer nun in zwei Gruppen gespalten waren, und der Arbeitsanfall sowieso anstieg, behielt man sie schließlich.

Hardwareaufstockung

Die 370/148 wird unter VM/CMS betrieben und durch vier Platteneinheiten 3350 unterstützt. Sie wird ausschließlich zum Testen und für gewissen Abrechnungsfunktionen eingesetzt.

Die 3031 wird unter DOS/VS betrieben und von acht Einheiten 3350 unterstützt. Ein Kanalschalter gestattet die Benutzung der Plattendateien für jeden der beiden Computer. Die 3031 wird für alle 2000 TP-Anwendungen der Gesellschaft eingesetzt. "Gleich nach Arbeitsbeginn entdeckten wir gewisse Nachteile bei VM", erinnert sich Oberto.

Die gravierendsten Probleme hingen nach Angaben von Giuseppe Chiarle, dem leitenden Systemprogrammierer dieser Installation, mit dem Linkage Editor von VM zusammen

Bei CMS/DOS wird eine Variante des DOS-Linkage Editors mit dem Erfolg eingesetzt, daß die Ausschreibung nur auf CMS-Platten, doch nicht auf DOS-Bibliotheken möglich wer.

"Glücklicherweise hörten wir durch CA von IDOS. Damit waren unsere Kopfschmerzen weg."

Betriebssystemerweiterung

CA-IDOS/VS ist ein interaktives DOS/VS-System, das alle Funktionen dieses Betriebssystems unterstützt und gestattet, DOS und CMS gleichzeitig in einer CMS-virtuellen Maschine zu fahren. Damit kann der VM-Programmierer DOS-Produkte interaktiv entwickeln und testen. Umgekehrt lassen sich alle in DOS erstellten Programme einschließlich der spezifischen Zugriffsmethoden in CMS-Umgebung einsetzen.

IDOS setzt außerdem den DOS-Linkage Editor zusammen mit Erweiterungen für CMS-Plattenunterstützung ein. Man kann also das Programm entweder in CMS oder auf DOS-Bibliotheken ausgeben, etwa wie bei einem DOS-Stapelsystem. "Wir verlieren nun weit weniger Daten", meint Chiarle.

"Ein weiterer, großer Vorteil für uns ist", fügte er hinzu, "daß wir nun Änderungen, Umwandlungen und Tests in ein und derselben virtuellen Maschine durchführen können. Früher, mit CMS, mußten wir Programme unter CMS modifizieren und sie anschließend unter DOS umwandeln und testen. Übertragungsprobleme von einer CPU auf die andere waren erheblich." Auch die Zeitersparnis sowie die geringe Plattenkapazität, die nunmehr belegt wird, überzeugten den DV-Mann: "Bei CMS/DOS konnten wir keine Makros und Quellenbefehle, die in den DOS-Programmbibliotheken standen, verwenden. Wir mußten alle Komponenten vom DOS-System auf CMS übernehmen. Das braucht Zeit und verschwendet Platz. Mit IDOS dagegen können wir entweder CMS-Assembler oder den eigentlichen DOS-Assembler mit voller Bibliotheksunterstützung einsetzen. Uns reicht nur je ein Exemplar der Hauptquellenmodule . "