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31.10.2003 - 

Kolumne

"Systems 2003: Harry Hirsch lässt grüßen"

Christoph WitteChefredakteur CW

Die diesjährige Systems war ein Erfolg. Zumindest zeigten sich die meisten Beteiligten, also Besucher, Aussteller und Veranstalter, zufrieden mit dem Verlauf des Treffens. Besonders die Münchner Messe scheint davon überzeugt, den Turnaround geschafft zu haben. Nicht von ungefähr: Die Besucherzahlen liegen leicht über dem Vorjahr, und die Veranstalter haben noch auf den letzten Drücker etliche Firmen von der Teilnahme überzeugt. Letztlich liegt die Zahl der Aussteller damit zwar noch immer um rund 300 unter der von 2002. Aber der Zugewinn unmittelbar vor Beginn deutet auf einen Stimmungsaufschwung in der IT-Branche hin.

Signale für eine Besserung gibt es verschiedene. Die Investitionspläne der CIOs sind einer Umfrage unserer amerikanischen Schwesterpublikation CIO zufolge nicht mehr ganz so restriktiv. So wollen amerikanische CIOs in den nächsten zwölf Monaten rund sechs Prozent mehr in IT investieren als im vergangenen Jahr. Konzerne mit mehr als 5000 Mitarbeitern stocken ihre Budgets sogar um über acht Prozent auf. Auch die Marktforscher von Gartner sehen für 2004 ein einstelliges Wachstum der IT-Ausgaben voraus (siehe Seite 10: "Innovationen erst ab 2006"). Diese Trends haben der Systems geholfen.

Doch auch auf der Messe selbst schienen die Schwarzseher in der Minderheit. Wer Aussteller und Branchenbeobachter fragte, bekam vorsichtige, aber doch positive Aussagen zur Marktentwicklung. Die Antworten reichten von Talsohle erreicht bis hin zu klar formulierten Wachstumsprognosen im einstelligen Bereich.

Jetzt muss sich nur noch die aktuelle Lage verbessern. Die Quartalsergebnisse der IT-Anbieter belegen noch keinen eindeutigen Aufwärtstrend. IBMs Umsatz beispielsweise wuchs bereinigt um Zukäufe und Wechselkurseffekte nur um vier Prozent. SAP konnte insgesamt ebenfalls nicht wachsen. Microsoft legte zwar wieder einmal kräftig zu, prognostizierte die kommenden Quartale aber gewohnt vorsichtig. Diesen Branchengrößen gemeinsam ist allerdings das deutlich verbesserte Nettoergebnis.

Während die großen Player ihre Hausaufgaben also gemacht zu haben scheinen, hat die Systems noch einiges zu tun, damit sie sicheren Halt auf dem aufsteigenden Ast findet. Sie muss das Konzept für das nächste Jahr, das die Konvergenz zwischen IT und Medien in den Vordergrund rückt, weiter konkretisieren. Gleichzeitig muss sie stark darauf achten, die neu gewonnene mittelständische Klientel durch ein um Content erweitertes Programm nicht zu verprellen. Ach ja, und das mühselige Registrieren, das jeder Besucher der Messe vor Ort bewältigen muss, bedarf dringend der Vereinfachung. Sonst sind die erfassten Daten nicht zu gebrauchen, weil jeder irgendetwas eingibt, aber nicht seinen tatsächlichen Namen und seine Interessengebiete. Harry Hirsch lässt grüßen.