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30.10.2006

Systems 2006: Zwiespältige Bilanz

Mit 53.000 nochmal zehn Prozent weniger Besucher als im Vorjahr, die Systems ist schon lange kein Publikumsmagnet. Dennoch zieht der Branchenverband Bitkom ein positives Fazit.

Dr. Ronald Wiltscheck

Mit dem Verlauf der diesjährigen Systems sind die ausstellenden Unternehmen sehr zufrieden. Das ergab eine Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (Bitkom) unter den Ausstellern. "Die Systems hat ihre Stellung gefestigt und sich als Fachbesuchermesse für den gesamten Bereich der Informationstechnik und Telekommunikation erfolgreich etabliert", glaubt Bitkom-Geschäftsführer Bernhard.

Eine Umfrage der ChannelPartner-Redakteure unter den Ausstellern ergab ein etwas differenzierteres Bild. Die Reaktionen der Unternehmen reichen von "sehr zufrieden" bis zu dem Statement "In zwei Jahren ist die Systems tot". Der zehnprozentige Besucherrückgang auf gerade mal 53.000 Teilnehmer war jedenfalls an jedem Messetag deutlich sichtbar. Bereits im Vorjahr kamen zehn Prozent weniger Besucher zur Systems als 2004.

Doch "weniger Besucher" muss nicht unbedingt eine schlechte Nachricht sein, wenn dafür die Qualität stimmt. Einige Aussteller in den Halle 1 (ERP- und CRM-Software) vertraten diese Meinung. Andere wiederum klagten, dass kaum Fachpublikum in München vertreten war. "Das alles waren keine Entscheider, keine Mitarbeiter mit Budgetverantwortung", so ein süddeutscher ERP-Anbieter. Er hätte sich mehr Geschäftsführer auf der Messe gewünscht.

Ziele nicht erreicht

Genau das Gegenteil wollte offenbar Klaus Dittrich, der Geschäftsführer der Messe München International, erreichen. Im Vorfeld der Systems hat er verkündet, dass Entscheider bereits gut beim Fachpublikum repräsentiert seien und die Messe daher verstärkt IT-Spezialisten ansprechen möchte. Doch diese Ziele sind laut Dittrich nicht erreicht worden. Pikant erscheint in diesem Zusammenhang die Entlassung des Projektleiter der Systems Frank Blömer Anfang Oktober. In der offiziellen Mitteilung der Messe München heißt es zwar, dass die Entscheidung in keinem Zusammenhang mit der Vorbereitung der Systems stehe, doch es kursieren derzeit Gerüchte, dass die Messegesellschaft Blömer grobe Versäumnisse ankreidet.

In der Tat blieb dieses Jahr wieder mal nur Security als Zugpferd. Die dafür zuständige Halle 4 war durchwegs gut besucht, wenn auch dort nicht alle Aussteller mit dem Publikumszuspruch zufrieden waren. Zwar würden Kunden wieder mehr in IT investieren, das bedeute aber nicht, dass sie mehr Mitarbeiter auf Messen schicken. Dieses Problem wird auch die CeBIT im kommenden Jahr zu spüren bekommen, meinten einige Aussteller.

Schmerzlich vermisst wurde auf der Systems Microsoft. Nach wie vor kursiert das Gerücht, dass der Konzern auf die Stadt München wegen der Linux-Einführung in der Verwaltung sauer ist. Doch dieses Jahr dürfte noch weitere Gründe für Microsoft ausschlaggebend sein, nicht an der Systems teilzunehmen. Nächste Woche kommt Bill Gates nach München, um hier die Convergence zu eröffnen, Microsofts Veranstaltung für Anwender und Partner aus dem Dynamics-Bereich (ERP-Software). In der gleichen Woche findet auch noch die CRM-Expo in Nürnberg statt. Auch dort ist Microsoft vertreten.