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30.10.1987

Systems-Kongreß'87: Weniger Teilnehmer - aber Lob für das Konzept

Zu den tragenden Elementen der Systems zählte die Münchener Messe- und Ausstellungs GmbH den Anwenderkongreß. Er war mit 4800 Teilnehmern leicht schlechter besucht als vor zwei Jahren (5000 Teilnehmer). Die COMPUTERWOCHE ging während der Veranstaltung der Frage nach, wie gut der Kongreß bei den Teilnehmern ankam. Dabei stellte sich heraus, daß das Konzept der Veranstalter Anklang findet und die Verbindung von Kongreß und Ausstellung als wichtig erachtet wird. Auch mit der Qualität der Referate zeigte sich der Großteil zufrieden. Einziges Manko ist das Zeitproblem, mit dem sich viele Anwender herumschlagen: Mehr als zwei Tage konnte niemand von seinem Arbeitsplatz wegbleiben, und die Ausstellung wurde von den meisten nur "im Vorbeigehen" wahrgenommen.

Wolfgang Wiest

Hauptgruppenleiter Systemgestaltung/Prozeßdatenverarbeitung, Daimler-Benz AG, Untertürkheim/Stuttgart

Ich nehme mir sowohl für die Ausstellung als auch für den Kongreß je einen Tag Zeit. Die Kombination von beidem ist meiner Meinung nach durchaus sinnvoll, da man gleichzeitig aktuelle Informationen bekommt. Auch mit der Qualität der Referate bin ich zufrieden. Bei dieser Gelegenheit bekommt man wieder einmal strukturiert die Daten der Kennzahlen serviert und bringt damit etwas mehr Methodik in seine Gedanken.

Klaus Muck

Leiter IDV, BBC, Mannheim

Ich kann für die Systems insgesamt nur zwei Tage erübrigen. Die benutze ich dazu, um am Kongreß teilzunehmen. In der Mittagspause möchte ich einige Kollegen besuchen, und vielleicht schaffe ich es auch noch, an die Messestände zu gehen, bei denen ich mich angekündigt habe. Es ist sicherlich eine Überlegung wert, Kongreß und Messe getrennt voneinander zu veranstalten.

Da dies jedoch mein erster Systems-Besuch ist, möchte ich mir erst einen Überblick verschaffen und dann im nachhinein eine Beurteilung treffen. Zu der Qualität der Vorträge läßt sich feststellen, daß die Präsentationstechnik verbessert werden könnte. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, Wissen zu verkaufen.

Dr. Gottfried Lüthen

Technologie-Beobachtung, BMW AG, München

Mein Hauptinteresse an er diesjährigen Systems konzentriert sich auf die Teilnahme am Kongreß. Ein Messebesuch ist nur während der Pausen und nach Beendigung der Vorträge vorgesehen. Ich finde es dennoch sinnvoll, daß beide Veranstaltungen nebeneinander stattfinden, da sowohl die Theorie als auch die Praxis an einem Ort konzentriert sind. Leider entstehen durch diese Parallelität Terminschwierigkeiten.

Ich habe dieses Mal bewußt Referate besucht, die allgemein gehalten sind und sich für ein breites Publikum eignen. Dann gibt es natürlich noch viele Fachvorträge, beispielsweise über Künstliche Intelligenz, die sehr speziell sind und nur wenige Spezialisten ansprechen. Ich glaube, daß die Veranstalter von Kongressen generell das Problem haben, die richtige Mischung aus Tiefe und Breite zu finden.

Peter Schmid

Leiter der Systemtechnik, Kommunales Gebiets-Rechenzentrum, Gießen

Ich hatte mir vorgenommen, neben der Teilnahme am Kongreß auch die Messe zu besuchen. Allerdings kann ich dafür lediglich die Mittagspause und die Zeit nach den Vorträgen nutzen. Insgesamt bin ich für zwei Tage in München, und dementsprechend gestrafft ist mein Programm. Auch wenn die Zeit sehr kurz ist, bin ich der Ansicht, daß Ausstellung und Kongreß zusammengehören. Jeder Besucher ist aufgefordert, sich die Schwerpunktthemen herauszusuchen, die ihn vorrangig interessieren. Von dem Gedanken, daß man alles zur selben Zeit abhandeln kann, muß man sich trennen.

Aus den bisherigen Vorträgen habe ich eine Reihe von Anregungen und Hinweisen erhalten. Über den Preis für die Teilnahme läßt sich streiten, aber insgesamt bin ich positiv beeindruckt.

Klaus Seizer

Leiter der Abteilung Aus- und Weiterbildung, AEG AG, Ulm

Für die Systems stehen mir zwei Tage meiner Arbeitszeit zur Verfügung, wobei es für die Weiterbildung wichtig ist, besonders die Trends zu erfahren. Für einen Gang durch die Messehallen verbleibt mir während der Symposien zwar nur die Mittagspause, aber viele meiner Kollegen besuchen die Ausstellung und werden dann darüber berichten. Trotz der knappen Zeit für die Systems würde ich eine Entkoppelung von Ausstellung und Kongreß nicht empfehlen, da es eine nahezu ideale Verbindung ist. Das bemerkt man auch an den Vorträgen, in denen auf die Ausstellung verwiesen wird.

Ich habe am Montag die Vorträge im Rahmen des Symposiums "Trends in der Telekommunikationstechnik" besucht, wobei vor allem die Vorträge im zweiten Teil wegen ihres Praxisbezugs für mich interessant waren.

Sigrid Kutzi

Sachbearbeiterin im Bereich Informatik und Techn. Softwareengineering, Dornier-System GmbH, Friedrichshafen

Während der Systems nehme ich einen Tag lang teil am Fachseminar Echtzeitsysteme. Einen weiteren Tag habe ich mir freigenommen, um die Ausstellung besuchen zu können. Die Vorträge geben einen sehr guten Überblick aber das Fachgebiet fehlertolerante, verteilte Echtzeitsysteme. Meine Erwartungen, hier mein Grundwissen erweitern zu können, haben sich damit erfüllt. Ich würde dafür plädieren, Kongreß und Messe weiterhin gemeinsam zu veranstalten, denn da kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Dr. Wolfgang Zick

Bibilotheksrat, Universitätsbibliothek Hannover und Technische Informationsbibliothek

Um die Messe und den Anwenderkongreß besuchen zu können, habe ich mir zwei Tage reserviert. Mit dem Konzept, beides gemeinsam durchzuführen, bin ich einverstanden. In den Vorträgen gab es leider keinerlei Hinweise auf Produkte, die ausgestellt sind. Das geschieht sicherlich zu Recht, hat jedoch auch den Nachteil, daß man sich selbst durch den Wust hindurcharbeiten muß. Die Referate waren sehr aufschlußreich.