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09.10.1981 - 

Interessenschwerpunkte sind Software, Weiterbildung und Tuning:

Systems ´81: Keiner weiß, wo´s lang geht

MÜNCHEN - "Büroautomation" und "Telekommunikation" sind die heißen Themen der diesjährigen Systems. Informationshungrigste und finanzstärkste Besuchergruppe sind die Leute aus Banken und Versicherungen. Wer zu den Bestsellerthemen was zu fragen hat, wird viel Antwort bekommen und wer was zu bieten hat, viel Nachfrage. Messe-Eckwerte 1981 gegen 1979: Ein Fünftel mehr Aussteller, ein Drittel mehr Fläche und hoffentlich ein Drittel mehr Besucher; das wären dann 40 000.

"Hardware-Informationen hat man ja ohnehin vom Hersteller" konstatiert ein Möchtegern-Messegänger, der´s zeitlich nicht schafft zu kommen, er hätte sich auf Anwendersoftware gestürzt. Da ist er nicht alleine. Und, wie die Münchner Messegesellschaft versichert und es der Katalog zu belegen vorgibt: Das Angebot ist breit gefächert. "Problemlösungen" ist hier das Schlagwort. Der Messekatalog scheint zu bestätigen, daß mehr davon vorliegen, käuflich sind, dem Anwender das Leben leichter machen könnten. Sand ins Auge streut der Katalog dem, der sich zu Aus- und Weiterbildungsfragen informieren will. Da sieht es so aus, als hätten 21 Hersteller-Schulen ihre Info-Stände aufgeschlagen. So ist es leider nicht, hier hat wohl Wunschdenken die Realisierung vorweggenommen, die für eine nächste Systems zu erwägen wäre. Denn der zweite Grund die Systems zu besuchen - nach dem Ausschauhalten nach Anwendersoftware - ist Aus- und Weiterbildung.

Das Seminar-Themenangebot hat sich im Vergleich zur Vormesse nicht ausgeweitet wenn auch verändert. So fallt zum Beispiel auf, daß der Bundesverband Druck e.V. mit dem Thema "Paperware - Medium zwischen Mensch und Computer" nicht bereit ist, Territorium ans "papierlose" Büro preiszugeben.

3000 Seminarbesucher werden erwartet, fest gebucht hatten bis zum 30. September insgesamt 2466. Die größte Attraktion hatten die Themen "Versicherungswirtschaft", dicht gefolgt von "Büroautomatisierung", "Telekommunikation " und " Informationstrends", im guten Mittelfeld liegen "Kreditwirtschaft ", " Betriebsysteme", denen nachhinken "Bauwesen", "Öffentliche Verwaltung", "Industrie", "Pharmazie", "Handel", "Mittelständische Wirtschaft", das "OCR-Forum" und "Normung". Schlußlicht ist das ungeliebte Thema "Nahverkehr" .

Die Messeleitung hat sich in diesem Jahr bemüht eine gewisse Konzentration von Produktgruppen in bestimmten Hallen zu erreichen. So erwarten den Bummler:

- in Halle 1 und 2 in erster Linie Software und Dienstleistungen, sprich Softwarehäuser;

- in Halle 3 und 5 Peripherie und Systemhäuser;

- in Halle 7 CAD- und CAM- sowie OEM-Produkte;

- Halle 14 und 16 werden wohl Besucherrekorde zu verzeichnen haben, denn hier haben sich die Bürocomputerleute breitgemacht - und alles was mit Telekommunikation zu tun hat;

- Halle 16 ist OCR-Territorium;

- in den Hallen 18, 19 und 20 tummelt sich einfach alles.

Nach den Interessenschwerpunkten Software und Weiterbildung folgt "Tuning". Hier reichen die Erwartungen der Systemsbesucher von ganz hoch bis gegen Null; die Aussteller sollten sich hier auf bohrende Fragen einrichten - und einen Markt, allerdings nicht den, den sie sich gemeinhin wünschen.

"Mehr Planungssicherheit für die Anwender und mehr Kompatibilität die oft sogar innerhalb der Spektrums eines Herstellers zu wünschen übrig läßt" fordert Norbert Ruppenthal, RZ-Leiter bei Rodenstock, München, und Vorstandsvertreter des ADI. Mit diesen Sprüchen kann sich der Standard-Systemsbesucher durchaus identifizieren; ob eine Veranstaltung vom Organisationsgrad der Systems sich hierzu aber als Diskussionsfeld und Informationsforum eignet, muß bezweifelt werden. Anders sieht es aus mit der Hoffnung Ruppenthals, daß diese Systems Unsicherheiten ausräumen sollte, die die diversen Netzwerke den DV-Leuten ins wohlgeordnete RZ bringen. Er denkt da auch an die neuen Dienste der Post: "Da weiß keiner so recht, wo´s lang geht." Die Aussteller sollten diese Unsicherheiten ausräumen, beziehungsweise das Thema Telekommunikation voll angehen. Das wäre doch machbar.

Die Eröffnungsrede hält Peter Dietz.