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29.04.1988

Systemwartung

Für die Anbieter ist Wartung ein lukratives Geschäft - für die Kunden meist ein teurer Spaß. Im "Ernstfall " können die notwendigen Reparaturen große Löcher ins Budget reißen. Deshalb kommen die Anwenderunternehmen kaum noch umhin, pauschale Wartungsverträge abzuschließen - um so weniger, je stärker ihre Produktionsprozesse von der Verfügbarkeit des DV-Equipments abhängen. Aber hier ist Vertrag keineswegs gleich Vertrag. Während die Hersteller sich stärker an allgemeinen Standards orientieren, reagieren kleinere Service-Anbieter bisweilen außergewöhnlich flexibel auf die jeweiligen Bedürfnisse der Kunden. Angefangen von der Garantie für extrem kurze Response-Zeiten bis hin zur Rundumbetreuung durch einen "eigenen" Techniker kann der Anwender eine ganze Menge an "Extras" aushandeln - gegen entsprechenden Aufpreis selbstverständlich. Aber auch die Hersteller schlafen nicht; sie entwickelten nach und nach neue Variationen des Themas Systemwartung, vor allem die für die Anbieter ziemlich kostenintensive Netz-Fernwartung. Die Third-Party-Maintenance-Unternehmen haben allerdings bereits erste Schritte unternommen um den Hardwareproduzenten auf diesem Weg zu folgen. Der Konkurrenzkampf auf dem Wartungsmarkt wird aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren mit harten Bandagen geführt werden. Auch in Deutschland sind die TPMer mittlerweile fähig und willens, den Herstellern, die ihre Dienstleistunsabteilungen zum Teil bereits als autonome Profitcenter führen, ihre Service-Pfründe streitig zu machen. Während die Wartungsunternehmen derzeit noch wie Pilze nach dem Regen aus dem Boden schießen, wird eine Marktbereinigung künftig nicht ausbleiben. Wer den Shakeout überleben will, muß sich schon jetzt auf ein neues Anspruchsdenken seitens der Klientel einstellen: Nur Reparaturen ausführen reicht nicht; fundierte Analysen und kompetente Beratung sowie schnelle und unkonventionelle Hilfe bei Katastrophen erwarten die Anwender heute von ihrem Service-Partner. Hier liegen die TPM-Unternehmen bereits gut im Rennen. Und auch die Hersteller müssen sich etwas einfallen lassen, wenn sie nicht schmerzhafte Einbrüche bei ihren Wartungsumsätzen hinnehmen wollen.