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25.01.2002 - 

Konkurrenz verdient im Stillen seit längerem an teuren Messages

T-Mobile: Billiger SMS-Tarif bleibt vorerst bestehen

BONN (CW) - Für die über 20 Milionen T-Mobile-Kunden heißt es in den nächsten Tagen scharf rechnen. Der Mobilfunk-Carrier betreibt nämlich ab Februar zwei Tarifmodelle. Manche der neuen Gebührenoptionen dürften auch für Altkunden einen Wechsel interessant machen.

"Abzocke von Jugendlichen", "Weg in die Schuldenfalle" - mit diesen und ähnlichen Worten begrüßten Politik und Boulevardpresse das geplante Tarifmodell von T-Mobile. Stein des Anstoßes war, dass in den ab Februar 2002 für Neukunden geplanten Tarifen eine Gebühr von 19 Cent pro SMS-Kurzmitteilung veranschlagt wurde. Eine Preissteigerung um 138 Prozent, wie ein buntes Nachrichtenmagazin errechnete. Allerdings vergaßen die selbsternannten Jugendvertreter, dass diese junge Klientel in dem bislang für sie attraktiven Tarif "Telly Smart" (5,09 Euro Grundgebühr) bereits 20 Cent pro SMS zahlte. Lediglich in den teureren Tarifen (Grundgebühr ab 12,76 Euro) versendeten Handy-Benutzer SMS für acht Cent. In der Empörung wurde außerdem übersehen, dass die Kurznachricht bei den T-Mobile-Konkurrenten auch nicht unbedingt günstiger ist.

Nachdem ein Sturm der Entrüstung durch die Republik brauste und Verbraucherministerin Renate Künast gar mit gesetzlichen Maßnahmen drohte, ruderte die Telekom zurück. Der Konzern setzt künftig auf zwei Preismodelle. Dabei hat der Kunde die Wahl zwischen einer niedrigeren Grundgebühr verknüpft mit einem höheren SMS-Preis oder der bisherigen höheren Grundgebühr, bei der er dann SMS für rund acht Cent pro Minute versenden kann.

Losgelöst von der SMS-Frage ist das neue Gebührenmodell je nach Telefongewohnheiten auch für Altkunden interessant. So senkt T-Mobile die monatlichen Grundgebühren je nach Tarifart um 14 Cent bis 3,26 Euro. Ferner werden Telefonate vom Handy ins Festnetz günstiger. Dabei liegt die Ersparnis in den normalen Telly-Tarifen bei ein bis zwei Cent pro Minute. Höher fällt dagegen das Spartpotenzial mit zehn beziehungsweise elf Cent in dem für Geschäftskunden konzipierten "Telly Profi" aus - verglichen zum alten "Telly Plus". Für Handy-Nutzer, die wenige SMS versenden, könnte sich ein Tarifwechsel also lohnen.

Offen bleibt die Frage, warum die geplante Verteuerung der SMS-Kurznachrichten durch T-Mobile gerade jetzt einen solchen Entrüstungssturm entfachte, hatten doch andere Netzbetreiber bereits in der Vergangenheit von der Öffentlichkeit unbemerkt ihre SMS-Preise erhöht. So zahlt der Nutzer des Tarifs "Genion Starter" bei Viag Interkom 20 Cent pro SMS. Beim großen T-Mobile-Konkurrenten D2 Vodafone sind im Modell "D2 Sun" 19,8 Cent pro SMS fällig. Ebenfalls recht fürstlich lässt sich der jüngste Mobilfunk-Provider Quam die Kurznachrichten mit 19 Cent entlohnen. Selbst bei Mobilcom, dort suggeriert der Tarif "SMS Power" günstige Kurznachrichten, zahlt der Kunde 18 Cent pro Minute. (hi)