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23.02.2001 - 

Nach hohen Verlusten kommt ein neues Tarifsystem

T-Online schafft im März die Flatrate ab

BONN (CW) - Die Telekom-Tochter T-Online stellt ihre Flatrate für Telefon- und ISDN-Abschlüsse ein. Statt des Pauschaltarifes zum Surfen im Internet offeriert der Internet-Provider ab März mehrere neue Tarifpakete.

Endlos langes Surfen zum Pauschaltarif? Dieser Traum vieler Online-Spieler und zahlreicher Selbständiger ist ab März vorbei. Ab 1. März vermarktet nämlich T-Online das 79-Mark-Pauschalangebot zum unbegrenzten Surfen im Internet nicht mehr. Eine Nachricht, die die Börse mit einem zeitweiligen Kursanstieg von 16 Prozent für die T-Online-Aktie honorierte. Die Börsianer sehen den Online-Anbieter mit der Einstellung des verlustbringenden Angebots wieder näher an der Gewinnzone.

Eine Schonfrist von einem Jahr gewährt der Internet-Provider Kunden, die sich bis zum 11.Dezember 2000 für das Pauschalangebot entschieden haben. Anwender, die erst später die Flatrate wählten, dürfen noch bis Mai ohne Zeittakt surfen. Danach können die Kunden zwischen verschiedenen neuen Tarifen wählen. Für eine monatliche Grundgebühr von 14,90 Mark surfen Benutzer des Tarifs "T-Online by Day" zwischen 7 und 17 Uhr für 1,6 Pfennig pro Minute. Ebenfalls 1,6 Pfennig pro Minute kostet der Internet-Zugang mit "T-Online by Night" in der Zeit von 23 bis 9 Uhr, zuzüglich einer Grundgebühr in Höhe von 9,90 Mark. Außerhalb dieser Zeit beträgt der Obulus 2,9 Pfennig pro Minute.

Darüber hinaus offeriert der Online-Dienst mehrere "Budget"-Tarife. Hierbei erwirbt der Surfer gegen eine Gebühr von 29 Mark, 55 Mark, 79 Mark beziehungsweise 99 Mark ein festes Kontingent von 30, 60, 90 oder 120 Online-Stunden im Monat. Nutzt er das Internet über die vereinbarte Zeit hinaus, werden dann 2,9 Pfennig pro Minute fällig. Nicht betroffen von der Neuordnung sind die Tarife "T-Online eco", "T-Online by call" und "T-DSL flat". Diese werden, wie es heißt, weiter angeboten.

Offiziell begründet T-Online das Aus für die Flatrate damit, dass diese zum Großteil für den Vorsteuerverlust in Höhe von 125 Millionen Euro im Jahr 2000 verantwortlich sei. Zudem habe die Erfahrung gezeigt, dass mit einem Pauschalangebot die Verweildauer im Internet nicht signifikant gesteigert werden könne. Nach Untersuchungen von T-Online surfen nur rund drei Prozent der Kunden länger als eine Stunde pro Tag. Angaben, die allerdings in einem gewissen Widerspruch zu Äußerungen von Telekom-Technik-Vorstand Gerd Tenzer und T-Online-Chef Thomas Holtrop stehen: Ihren Worten zufolge verabschiedete sich der Konzern unter anderem deshalb von der Flatrate, weil man die Auswirkungen auf die Auslastung des Telefonnetzes unterschätzt habe. Um diese weiter gering zu halten, will die Telekom Power-Surfer verstärkt zur Nutzung ihres breitbandigen DSL-Angebots bewegen. Hier möchte der Konzern die Kundenzahl bis zum Jahresende auf 2,6 Millionen erhöhen, und dies, obwohl der Bonner Carrier von seinen bislang 800000 Kunden erst 300000 anschließen konnte.