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02.08.2005

T-Online verbilligt Internet-Telefonie

Nach AOL und Freenet führt der Carrier ebenfalls VoIP-Zeitpakete ein.

Bislang widmete sich T-Online mit Rücksicht auf die Festnetzsparte T-Com nur halbherzig dem Thema VoIP. So führte der Internet-Provider zur CeBIT eher zaghaft erste Internet-Telefonie-Angebote ein. Dabei konnten etwa die T-Online-VoIP-Nutzer nicht unter einer eigenen Rufnummer erreicht werden.

Mit dieser Bescheidenheit in Sachen VoIP ist nun Schluss: Je nach gebuchtem DSL-Paket erhalten die T-Online-Kunden jetzt zwischen 120 und 400 Freiminuten für VoIP-Telefonate in das deutsche Festnetz. Untereinander telefonieren die T-Online-Benutzer via Internet kostenlos. Für T-Online-Chef Rainer Beaujean sind diese Angebote der Beginn eines aggressiveren Auftretens des Providers, denn der Preiskampf sei alles andere als vorbei. Im Kampf um Markanteile will Beaujean vor allem Anbieter mit einem eigenen Netz wie Arcor oder Kabel Deutschland jagen. Diese würden nämlich versuchen, so der T-Online-Chef, durch billige DSL-Angebote Kunden zu einem Carrier-Wechsel zu bewegen.

Will Beaujean diesen Netzbetreibern allerdings wirklich die Kunden streitig machen, dann benötigt er verlockendere Angebote als ein paar VoIP-Freiminuten. Für jede zusätzliche Gesprächsminute zahlt der T-Online-Kunde nämlich 2,9 Cent pro Minute, während reine VoIP-Provider nur 1,8 Cent pro Minuten berechnen. Und Freenet offeriert gar für 9,90 Euro eine echte VoIP-Flatrate.

Angesichts der preislich eher unattraktiven T-Online-Angebote wundert es nicht weiter, dass T-Online im zweiten Quartal mit einem schwachen Neukun- dengeschäft zu kämpfen hat. Erstmal droht die Gefahr, dass Konkurrent United Internet (1&1) den Provider in diesem Jahr bei der Kundengewinnung überholt. (hi)