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26.11.2004

T-Online will um internationale Marktanteile kämpfen

Rund eine Milliarde Euro plant der deutsche Internet-Anbieter in seine Geschäfte in Frankreich und Spanien zu investieren.

Wir starten einen Verdrängungswettbewerb", gab sich T-Online-Chef Rainer Beaujean kampfbereit. Mit der Milliardeninvestition in Frankreich und Spanien will der deutsche Internet-Anbieter das zähe Auslandsgeschäft ankurbeln. Rund 500 Millionen Euro lassen sich die Verantwortlichen eine aggressive Marketing-Strategie kosten. Die andere Hälfte werde in den Ausbau der Netze fließen.

Mit dieser Initiative vollzieht T-Online eine strategische Kehrtwende. Noch vor wenigen Monaten wurde offen über einen Rückzug aus dem spanischen und französischen Geschäft spekuliert. In beiden Ländern muss sich der deutsche Internet-Anbieter gegen starke einheimische Konkurrenz wehren. Die Marktanteile von fünf Prozent in Frankreich und knapp sieben Prozent in Spanien muten eher bescheiden an. Das soll sich in den nächsten Jahren ändern. Beaujean will in beiden Ländern den Marktanteil verdreifachen.

Auch die Konzernziele der Telekom-Tochter sind ehrgeizig. In zehn Jahren versprechen die T-Online-Verantwortlichen einen Jahresumsatz von acht Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund zwei Milliarden Euro. Zum Vergleich: Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit Einnahmen in Höhe von zwei Milliarden Euro und einem Ebitda von etwa 460 Millionen Euro.

Zwei weitere Initiativen sollen T-Online dabei helfen. Zum einen will der Anbieter Komplettpakete für DSL-Anschlüsse schnüren. Mit den schnellen DSL-Zugängen wollen die Verantwortlichen zum anderen das Geschäft mit Filmen, Musik und anderen Multimedia-Daten via Internet forcieren.

Die Investitionen werden sich in den kommenden Bilanzen niederschlagen. Zwar erwartet T-Online-Finanzvorstand Jens Becker für das kommende Jahr einen Umsatzanstieg auf 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro. Das Ebitda werde im Vergleich zu 2004 jedoch um 100 bis 200 Millionen Euro niedriger ausfallen, räumt er ein.

Dieser Rückgang sei jedoch zu verschmerzen, meint Ovum-Analyst Dan Bieler. In Relation zum Gesamtergebnis der Telekom mache sich ein 40-prozentiger Ebitda-Rückgang bei T-Online nur mit einem Minus von einem Prozent in der gesamten Konzernbilanz bemerkbar. (ba)