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20.12.2002 - 

IT-Dienstleister weiter auf Partnersuche

T-Systems-Chef Hufnagl zieht sich zurück

MÜNCHEN (wh) - Offenbar aus gesundheitlichen Gründen will T-Systems-Chef Christian Hufnagl sein Amt niederlegen. Der Telekom-Vorstand bemüht sich bereits um einen Nachfolger. Unterdessen ist der Frankfurter IT-Dienstleister weiter auf der Suche nach einem Partner für den Ausbau des internationalen Geschäfts.

Erste Anzeichen für einen Führungswechsel gab es bereits kurz nach dem Amtsantritt von Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke. Mit einem zügigen Umbau des Vorstands stärkte der 41-Jährige die Konzernsäulen T-Com, T-Mobile und T-Online. Deren Geschäftsführer rückten in das oberste Führungsgremium auf; der T-Systems-Lenker blieb außen vor.

Hufnagl werde seinen Posten aus persönlichen Gründen aufgeben, erklärte Telekom-Vorstand Josef Brauner vergangene Woche; Gespräche mit möglichen Nachfolgern seien bereits im Gang. Brauner vertritt T-Systems auf Konzernebene kommissarisch. Aus dem Unternehmen ist zu hören, der seit Ende 2000 amtierende Geschäftsführer kämpfe mit gesundheitlichen Problemen und könne deshalb seine Aufgaben nicht mehr in vollem Umfang erfüllen. Ein T-Systems-Sprecher wollte diese Darstellung auf Nachfrage nicht bestätigen.

Laut Brauner bleibt Hufnagl dem Unternehmen noch einige Zeit verbunden und schließt "den erfolgreichen Prozess der Integration des Debis Systemhaus in T-Systems" ab. Internen Quellen zufolge bleibt diese Aufgabe schwierig genug, zu unterschiedlich seien die Unternehmenskulturen des aufgekauften IT-Beraters Debis Systemhaus im Vergleich zum einstigen Staatsunternehmen Telekom.

Darüber hinaus verfolgt T-Systems einen rigiden Sparkurs: Bis Ende 2003 wollen die Frankfurter insgesamt 3500 Stellen abbauen, davon 2500 in Deutschland. Betroffen davon sind fast alle Unternehmensbereiche. So soll die Einheit Computing Services, zu der vor allem der Großrechnerbetrieb gehört, 700 Stellen abbauen. Weitere 600 Arbeitsplätze fallen im Bereich Desktop Services weg.

Dass sich mit dem Rückzug Hufnagls auch die strategische Ausrichtung ändern könnte, glauben indes nur wenige. Die Frage der Internationalisierung hänge weniger von der Person Hufnagls ab als von einem möglichen Kooperationspartner, kommentiert etwa Christophe Chalôns vom Marktforschungsunternehmen Pierre Audoin Conseil (PAC). Telekom-Chef Ricke hatte zu seinem Amtsantritt eine Stärkung des internationalen Geschäfts gefordert und eine Partnerstrategie angekündigt.

Wer diese Partner sein könnten, ist weiterhin Gegenstand von Spekulationen. Als heiße Kandidaten gelten unter anderem Cap Gemini Ernst & Young, dem enge Verbindungen zu ehemaligen Debis-Managern nachgesagt werden, und IBM Global Services. Erste Verhandlungen sollen bereits laufen. Offiziell bestätigt T-Systems lediglich Überlegungen, konkrete Gespräche gebe es noch nicht.