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20.09.2002 - 

Zehn bis 15 Prozent sollen betroffen sein

T-Systems entlässt Mitarbeiter

MÜNCHEN (CW) - T-Systems wird unternehmensnahen Quellen zufolge zehn bis 15 Prozent der weltweit rund 43500 Stellen streichen. Ein Sprecher der Telekom-Tochter bestätigte, dass man nach dem Zusammenschluss mit dem Debis Systemhaus Synergieeffekte nutzen werde. Bislang gebe es aber noch keine offiziellen Zahlen zum Ausmaß des Stellenabbaus.

Die Tageszeitung "Die Welt" hatte kürzlich unternehmensnahe Quellen zitiert, die 4300 bis 6500 Mitarbeiter betroffen sehen. Da das Geschäft von T-Systems vornehmlich in Deutschland stattfindet, dürften es vor allem hiesige Arbeitnehmer sein, die ihren Job verlieren werden. Dabei seien neben üblichen Instrumenten wie Fluktuation und Abschluss von Aufhebungsverträgen auch betriebsbedingte Kündigungen kein Tabuthema mehr. T-Systems bestätigte die Zahlen nicht, räumte aber ein, dass man nach dem Merger mit dem Debis Systemhaus Synergieeffekte nutzen werde, um etwa RZ-Kapazitäten zu konsolidieren. "Das heißt auch, dass es dort weniger Personalbedarf gibt, das war von Beginn an klar", bestätigte Stefan König, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei T-Systems.

Erst im Mai hatte die Deutsche Telekom AG sich mit der Arbeitnehmervertretung darauf geeinigt, dass bis Ende 2004 rund 22000 Mitarbeiter entlassen werden. Bei dieser Vereinbarung war dem "Handelsblatt" zufolge T-Systems jedoch nicht mit eingeschlossen, weil der IT-Dienstleister nicht zu den Geschäftsbereichen zähle, für die in weiten Teilen das Beamtenrecht gelte. Landesweit sind bei der Deutschen Telekom AG (ohne T-Mobile) mehr als die Hälfte der Mitarbeiter so genannte "in sich beurlaubte Beamte" - so der offizielle Status der vormals vom Staat beschäftigten Mitarbeiter. Bei T-Systems dürfte die Quote aufgrund der vielen von Debis hinzugekommenen Mitarbeiter deutlich niedriger ausfallen.

T-Systems hatte sich noch gegenüber dem Ex-Telekom-Chef Ron Sommer verpflichtet, bis Ende 2003 rund 500 Millionen Euro einzusparen. Dazu hat die Geschäftsführung nun einige Maßnahmen eingeleitet, von denen die RZ-Konsolidierung beziehungsweise die Stellenstreichungen als ein Paket gelten. Zudem wird der Dienstleister sein nationales und internationales Portfolio durchforsten und alle nicht zum Kerngeschäft zählenden Aktivitäten abstoßen. In Frankreich hat es bereits den Hardware-Reseller Group Spring getroffen. Außerdem sollen interne Prozesse und Strukturen effizienter gestaltet werden. Die internationale Ausweitung des Geschäft steht hingegen anscheinend fest. Gegenüber der "Welt" sagte T-Systems-Chef Christian Hufnagl: "Wir haben noch weiße Flecken auf der Landkarte. In den USA, Großbritannien und Asien sind wir noch nicht vertreten. Diese Lücken gilt es zu schließen." Die Vorschläge werden in den nächsten zwei bis vier Wochen im T-Systems-Vorstand und mit den Sozialpartnern beraten. Erst dann will das Unternehmen offizielle Angaben zum Stellenabbau machen. (jha)