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21.05.2004 - 

Systemintegration rückläufig, Outsourcing mit Umsatzplus

T-Systems startet mäßig ins Jahr 2004

MÜNCHEN (CW) - Der IT-Dienstleister T-Systems hat das erste Quartal 2004 mit leichten Umsatzeinbußen abgeschlossen. Das lag zum einen am Verkauf von Tochtergesellschaften, zum anderen am schwierigen Systemintegrationsgeschäft. Bereinigt um die Veräußerungen, konnte T-Systems die Einnahmen um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert verbessern.

Im ersten Quartal 2004 nahm T-Systems 2,48 Milliarden Euro ein. Das sind rund 3,3 Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres, als sich der Umsatz noch auf 2,56 Milliarden Euro belief. Gelitten hat insbesondere die Sparte Telekommunikation, deren Einnahmeverluste auf den Verkauf der Gesellschaften Telecash, T-Systems Siris, T-Systems Multilink und T-Systems Card Services sowie auf die anhaltende Flaute im Carrier-Geschäft zurückzuführen sind.

Während die TK-Sparte schwächelte, konnte T-Systems den Verkauf von IT-Diensten ankurbeln. Zugute kommen dem Betreiber mittlerweile die 2003 abgeschlossenen Großprojekte etwa mit der West LB und Vorwerk, die nun für einen kontinuierlichen Einnahmenfluss sorgen. Das Geschäft mit Computing-Services (Outsourcing) legte um vier Prozent zu, und auch der Bereich Desktop-Services (Betreuung von Arbeitsplatzsystemen) verbesserte sich leicht um 0,6 Prozent.

Probleme bereitete die Sparte Systemintegration. Aufgrund des starken Wettbewerbs und des anhaltenden Preisdrucks fiel der Umsatz um 3,9 Prozent. Die Auslastungsquote der T-Systems-Berater lag bei 73,5 Prozent. Im Vergleichsquartal des vergangenen Jahres waren es noch 74 Prozent.

Das Ebitda, also das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen, belief sich auf 301 Millionen Euro und brach damit gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres (368 Millionen Euro) um 18,2 Prozent ein. Das bereinigte Ebitda stieg hingegen um 15 Prozent von 286 Millionen Euro im ersten Quartal 2003 auf nun 301 Millionen Euro. Die bereinigte Ebitda-Marge verbesserte sich somit von 11,2 Prozent auf 12,2 Prozent.

T-Systems sieht sich damit auf einem guten Weg, zumal die Kostenstruktur, sprich Mitarbeiterzahl, dem schwierigen Marktumfeld angepasst wurde. Innerhalb eines Jahres reduzierte T-Systems die Zahl der Angestellten um knapp 3000 auf 40352 Mitarbeiter. Für den weiteren Verlauf des Jahres geht das Management von einer verhalten positiven Entwicklung aus. Zudem sollen die bereits 2003 begonnenen Maßnahmen zur Effizienz- und Kostenverbesserung auch im laufenden Geschäftsjahr weitergeführt werden. Nähere Angaben dazu machte das Unternehmen nicht.

Einen Ausblick zum Maut-Projekt wagte T-Systems nicht. Seit Ende Februar führt T-Systems-Chef Konrad Reiss das Konsortium an, über Erfolge und Misserfolge ist seitdem wenig zu hören. Die Rückstellungen für das Projekt in Höhe von 148 Millionen Euro belasten das T-Systems-Ergebnis vorerst nicht. Sie wurden in der Konzernbilanz konsolidiert. (jha)

Telekom bleibt hinter den Erwartungen zurück

/ Umsatz Q1/04 in Millionen Euro / Umsatz Q1/03 in Millionen Euro / Veränderung in Prozent / Ebitda Q1/04 in Millionen Euro / Ebitda Q1/03 in Millionen Euro / Veränderung in Prozent

Deutsche Telekom / 13986 / 13618 / +2,7 / 4516 / 4904 / -7,9

T-Com / 6975 / 7490 / -6,9 / 2605 / 2878 / -9,5

T-Mobile / 5944 / 5310 / +11,9 / 1677 / 1514 / +10,8

T-Systems / 2475 / 2560 / -3,3 / 301 / 368 / -18,2

T-Online / 493 / 445 / +10,8 / 119 / 75 / +58,7

Das Ergebnis der Deutschen Telekom AG hat die Anleger enttäuscht. Verantwortlich dafür war insbesondere die Festnetzsparte T-Com, die unter dem neuen Wettbewerb im Festnetz litt. Erfreuliche Zahlen kamen lediglich aus den USA. Die US-amerikanische T-Mobile-Tochter konnte im ersten Quartal 2004 rund 1,2 Millionen neue Kunden gewinnen.