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14.03.2003 - 

Nur noch vier Brancheneinheiten

T-Systems stellt sich neu auf

HANNOVER (hi/jha) - Der neue T-Systems-Chef Konrad Reiss kehrt aus. Die IT-Dienstleistungstochter der Deutschen Telekom fasst ihr Branchen-Know-how in künftig nur noch vier Geschäftsbereichen zusammen.

Unter dem seit Februar amtierenden T-Systems-Geschäftsführer Reiss wird es nur noch die vier Business-Lines "Telecommunications", "Services & Finance", "Public & Healthcare" sowie "Manufacturing" geben. Insgesamt 50 Key-Account-Verantwortliche kümmern sich um Großkunden im In- und Ausland. Die bisherigen Brancheneinheiten "Retail & Distribution", "Insurance" sowie "Travel & Transport" verschwinden. Dortige Kunden werden zum Gros von der Business Line Services & Finance betreut. Die künftige Zuordnung der Einheit "Media Broadcast" ist noch unklar. Sie existiert noch und berichtet direkt an Jürgen Hernichel, Geschäftsführer der Business Lines. Im offziellen Chart wird sie aber nicht mehr genannt.

Reiss fordert mehr Effizienz

Die Service-Lines "Network Services", Computing Services", "Desktop Services" und "System Integration" werden weitergeführt. Der Consulting-Bereich taucht jedoch in der Geschäftsmodell-Matrix nicht mehr auf, stattdessen gibt es nun die neue Service-Line "International Carrier Sales & Solutions", die das Geschäft mit großen Telekommunikationsanbietern verantwortet. Consulting-Leistungen gehören auch in Zukunft zum T-Systems-Angebot. Das Beratungshaus Detecon wird weiterhin eigenständig im Markt auftreten und direkt an Reiss berichten. Der neue Geschäftsführer forderte auf der CeBIT mehr Effizienz von seinen Geschäftsbereichen: "Die Service-Lines haben sich an Skaleneffekten in der Produktion messen zu lassen." Mögliche Hilfsmittel empfahl der Manager den jeweiligen Verantwortlichen bereits: Das Zusammenlegen von Rechenzentren und die Auslagerung von Entwicklungstätigkeiten in Niedriglohnländer seien geeignete Sparmodelle.

Der Umbau folgt der vom obersten Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke verordneten Unternehmensstrategie, den einzelnen Geschäftsbereichen mehr Verantwortung einzuräumen. Auch Reiss lockert die Zügel, denn alle operativen Einheiten erhalten unmittelbar Ergebnisverantwortung. Zum Start der T-Systems sorgte der konsequente Zentralisierungskurs der Telekom noch unter ehemaligen Debis-Systemhaus-Mitarbeitern für Unmut, denn die Ex-Daimler-Tochter pflegte damals bereits eine Kultur, in der Geschäftsbereiche eigenverantwortlich arbeiteten.

An dem bislang beschlossenen Abbau von 3500 Stellen hält Reiss fest. Konkrete Geschäftszahlen nannte er in Hannover nicht, nur eine Äußerung ließ er sich entlocken: "Ich bin mit dem ersten Quartal 2003 nicht unzufrieden. Doch es steht uns ein anstrengendes Jahr bevor." Möglichen Gerüchten über ein unklare Zukunft der IT-Dienstleistungstochter im Konzern trat Reiss entgegen. "T-Systems ist und bleibt Kerngeschäft der Telekom. Es gibt im Vorstand auch keine Diskussion über das Für und Wider von T-Systems." (Siehe auch Seite 40)