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22.02.2005

T-Systems verlässt Konsortium für das Herkules- Projekt

Die Bietergruppe für das Outsourcing-Projekt der Bundeswehr schrumpft auf IBM und Siemens.

Die vergangene Woche brachte für das milliardenschwere Outsourcing-Projekt der Bundeswehr erneut schlechte Nachrichten. Nach wiederholten Verzögerungen ist nun die Telekom-Tochter T-Systems aus dem Bieterkonsortium TIS ausgestiegen. "Wir werden kein Angebot abgeben", bestätigte ein T-Systems-Sprecher. TIS sollte Anfang dieser Woche ein überarbeitetes Angebot für das IT-Projekt vorlegen. Damit müssen die verbleibenden Mitglieder Siemens und IBM das Vorhaben alleine stemmen.

Konsortialführung stand nicht zur Debatte

"Wir wollten klare Projektstrukturen", begründete der T-Systems-Sprecher den Ausstieg. Die aber gebe es nicht. Nach den schlechten Erfahrungen mit der Maut-Betreibergesellschaft Toll Collect habe T-Systems-Chef Konrad Reiss sich nicht auf Strukturen einlassen wollen, in denen kein eindeutiger Konsortialführer festgelegt ist, war zuvor in der Branche kolportiert worden. T-Systems erklärte dazu, man hätte eine Konsortialführerschaft übernommen; diese Option habe aber nicht zur Debatte gestanden.

Nach dem Ausstieg der Telekom ist der Terminplan für Herkules erneut gefährdet. Wann die verbleibenden Mitglieder des Bieterkonsortiums ein Angebot vorlegen, war bis Redaktionsschluss noch offen. In Gesprächen mit IBM und Siemens gehe es zunächst um eine mögliche Fristverlängerung, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums dazu. Der zeitliche Ablauf des IT-Vorhabens werde durch die jüngste Entwicklung "nicht wesentlich beeinflusst".

Bereits im Juli 2004 waren Verhandlungen zwischen dem mit TIS konkurrierenden Konsortium Isic 21 und dem Bund gescheitert. Isic 21, bestehend aus dem IT-Dienstleister CSC Ploenzke, dem Rüstungskonzern EADS und Mobilcom, hatte ursprünglich das günstigere Angebot vorgelegt. (wh)