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30.08.2007

T-Systems vor gravierenden Veränderungen

Die Deutsche Telekom knöpft sich ihre Geschäftskunden-Tochter vor: Im Zuge der Sanierung sollen rund 16 000 IT-Jobs ausgelagert werden.

Kaum ist der wochenlange Konflikt um die Festnetzsparte T-Com und die Ausgliederung von 50 000 Mitarbeitern in den Bereich T-Service beigelegt, geht es bei der Telekom erneut rund: Im Zuge der Generalüberholung des Konzerns stehen auch der angeschlagenen Telekom-Tochter T-Systems tief greifende Veränderungen bevor. Presseberichten zufolge plant Vorstandschef Ren?© Obermann, rund 16 000 Programmierer und IT-Spezialisten des T-Systems-Bereichs Enterprise Services (ES) in eine internationale Partnerschaft auszulagern. Wie "Focus Online" aus firmennahen Kreisen erfahren haben will, soll es sich bei den Betroffenen um Mitarbeiter der ES-Sparte Systems Integration handeln. Eine endgültige Entscheidung ist einem Telekom-Sprecher zufolge allerdings noch nicht gefallen. Der Konzern arbeite derzeit noch an der strategischen Neuausrichtung von T-Systems.

Die 56 000 Mitarbeiter starke T-Systems sieht sich hartem Konkurrenzdruck ausgesetzt. Experten zufolge hat die Geschäftskundeneinheit der Telekom im Vergleich zu Wettbewerbern wie IBM mit hohen Kosten und entsprechendem Margenschwund zu kämpfen, da sie nur vergleichsweise wenige Mitarbeiter in Niedriglohnländern wie Osteuropa und Indien beschäftigt. Obermann hatte bereits angekündigt, für die kränkelnde Tochter Unterstützung in Form von Partnern zu suchen, dabei aber nicht näher spezifiziert, welche Bereiche in die Partnerschaft eingebracht werden sollen und wer für die Kooperation in Frage kommt.

Einheit statt Stückwerk

Mit der Ausgliederung von Teilen der T-Systems-Mannschaft ist es jedoch offenbar nicht getan: Um Produktion und Vertrieb gebündelter Telefon- und Datendienste zu verbessern und Kosten zu senken, will Telekom-Chef Obermann der bisherigen Zweiteilung der Sparte ein Ende bereiten. Wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf firmennahe Quellen berichtet, sollen der für die 60 wichtigsten internationalen Kunden zuständige Bereich ES und die auf den deutschen Mittelstand sowie hiesige Großkunden fokussierten "Business Services" (BS) zu einer Einheit verschmelzen. Die Integration, der Branchenkennern zufolge bis zu 10 000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen könnten, läuft demnach ab sofort. Die Aufstellung eines genauen Zeitplans für den Umbau obliege dem künftigen T-Systems-Chef, hieß es.

Derweil häufen sich die Spekulationen um den künftigen Lenker der Telekom-Tochter. Dem Wirtschaftsmagazin "Capital" zufolge hat der Wunschkandidat Obermanns, Kamyar Niroumand, der vor zwei Jahren von T-Systems zu Beta Systems wechselte, den Posten abgelehnt. Laut "Financial Times Deutschland" gilt nun Ex-Vodafone-Chef Thomas Geitner als von Aufsichtsratchef Klaus Zumwinkel favorisierter Mann für den T-Systems-Vorsitz. Als weitere Kandidaten werden Reinhard Clemens, Deutschland-Chef von EDS, sowie Karl-Heinz Streibich, Chef der Software AG, gehandelt. (kf)