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27.02.2007

T-Systems wächst im Ausland

27.02.2007
Von Kay P. Hradilak 
Die Telekom-Tochter hat einen Outsourcing-Auftrag des britischen Gasversorgers Centrica gewonnen.

‚Die Bemühungen von T-Systems im Ausland tragen erste Früchte: Nach dem vergangene Woche mit Centrica unterzeichneten Outsourcing-Vertrag obliegt der Telekom-Tochter der Betrieb von rund 23 000 PC-Arbeitsplätzen des Energieversorgers. Zu den weiteren Aufgaben zählen die Installation und Wartung sowie der Austausch von Desk-tops, Druckern und Software. Im Zuge des Abkommens übernimmt der deutsche IT-Dienstleister zudem zwei Rechenzentren in der Nähe von London. 230 Centrica-Mitarbeiter wechseln unter das T-Systems-Dach.

Centrica versorgt mit rund 35000 Mitarbeitern unter dem Markennamen "British Gas" etwa zehn Millionen Kunden mit Gas und Elektrizität. Das Unternehmen nahm zuletzt 18,8 Milliarden Euro pro Jahr ein, der Jahresgewinn belief sich auf 2,1 Milliarden Euro.

Zu Laufzeit und Umfang des Vertrags machten die Partner keine Angaben. Laut Firmenchef Lothar Pauly handelt es sich aber um den größten Deal, den T-Systems je mit einem Neukunden unterzeichnet hat. "Dass wir uns im härtesten Markt Europas gegen internationale Wettbewerber durchsetzen konnten, bestätigt, dass wir mit unserer internationalen Wachstumsstrategie vorankommen", freute sich Pauly. Die Telekom-Tochter will den Anteil des internationalen Umsatzes bis 2010 auf 30 Prozent steigern und in den westeuropäischen Kernmärkten die Marktführung übernehmen. Bislang erzielt sie rund 15 Prozent der Einnahmen außerhalb Deutschlands; den Großteil davon steuert die ehemalige VW-Tochter Gedas bei, die T-Systems Ende 2005 übernommen hatte.

Die Marktbeobachter von Pierre Audoin Consultants (PAC) schätzen das Vertragsvolumen auf etwa 750 Millionen Euro (500 Millionen britische Pfund) bei einer Dauer von zehn Jahren. Damit wäre das Abkommen der mit Abstand größte Deal mit einem nicht deutschen Kunden. Die letzten großen ausländischen Aufträge gehen noch auf das im Jahr 2000 übernommene Debis Systemhaus zurück: Die Verträge mit der Banca Intesa in Italien, der SBB in der Schweiz und der Generalitat de Catalunya wurden allesamt in den 90er Jahren unterzeichnet.

Nach Einschätzung von PAC überspringt T-Systems jetzt in Großbritannien die Umsatzmarke von 100 Millionen Pfund. Da in diese Erhebung nur nicht kaptive Einnahmen - also ohne die Geschäfte mit dem Mutterkonzern und den Schwestergesellschaften einfließen, verharrt T-Systems damit auf einem der unteren Ränge der größten 40 IT-Serviceanbieter in Großbritannien und bleibt weit hinter den führenden IT-Dienstleistern IBM, EDS und Fujitsu zurück. Den Umsatzrückgang in Deutschland kann das wachsende Auslandgeschäft nicht kompensieren. 2006 sackten die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro (siehe T-Systems-Meldung Seite 8). (jha)