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07.12.1990 - 

Bringt Olivetti Krise auch deutsche Tochter TA in Bedrängnis?

TA dementiert Gerüchte über bevorstehende Entlassungen

MAILAND/NÜRNBERG (CW) - Die Nürnberger Olivetti-Tochter TA hat gegenüber der COMPUTERWOCHE Berichte bestritten, wonach die Muttergesellschaft neben rund 4000 Freisetzungen in Italien auch den Abbau von 600 Arbeitsplätzen in Nürnberg vorgesehen hat.

"TA Triumph-Adler dementiert Berichte über die bevorstehende Entlassung von 600 Mitarbeitern. Entsprechende Pläne liegen weder bei der Ing. C. Olivetti & Co., Ivrea, noch bei uns vor". Mit diesen Worten kommentierte Kerstin Kitzmann-Teves, Pressesprecherin des Unternehmens, einen entsprechenden Bericht in der "Süddeutschen Zeitung" (SZ).

Kein Gesetz zur vorzeitigen Pensionierung

Darin hieß es unter anderem, die Olivetti-Verwaltung habe erstmals "auch Klarheit darüber gegeben, daß bei der Triumph Adler (TA), Nürnberg, 600 Arbeitskräfte ausscheiden sollen". Allerdings seien die anstehenden Entlassungen erst zur Sprache gekommen nachdem Gewerkschaften sind Olivetti-Vertreter ihre Gespräche über Sozialmaßnahmen für die von Entlassung bedrohten 4000 italienischen Mitarbeiter am Samstag vergangener Woche abgebrochen hatten.

Ausschlaggebend für den Abbruch war, daß die italienische Regierung bislang kein Gesetz zur vorzeitigen Pensionierung in der Krisenbranche, Informatik beschlossen hat, auf das die Tarifparteien gewartet hatten. Frauen ab 47 und Männer ab 50 können nun vorerst nicht, in den Vorruhestand treten, weil der staatlichen Pensionskasse die erforderlichen Mittel in Höhe von umgerechnet 1,35 Milliarden Mark fehlen.

Daraufhin kündigte Olivetti die vorläufige Entlassung von, 4000 Arbeitskräften in Italien und ihre Überführung in die Arbeitslosensonderkasse an.

Die "Freisetzungen" in Italien treffen nach Darstellung der SZ in erster Linie die Olivetti-Computerproduktion in Scarmagno (Piemont), wo 950 Leute gehen müssen.

In der Schreibmaschinenfertigung in Crema werden sich 350 und in den süditalienischen Produktionsorten 440 Mitarbeiter um neue Jobs zu bemühen haben.

Außerdem ist offenbar geplant, das Vertriebsnetz außerhalb Italiens um 2200 Mitarbeiter zu reduzieren. Ins Spanien müssen 200 Angestellte gehen. Über eventuell dort durchzuführende Maßnahmen zur Abfederung sozialer Härten ist noch nichts bekannt geworden. Die Entlassungsgerüchte treffen Triumph-Adler besonders hart, weil es nach Restrukturierungsmaßnahmen in den letzten Jahren heute als saniert gilt.