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04.09.1981 - 

IG Metall: Management-Fehlentscheidungen werden Arbeitnehmern angelastet

TA will ein Drittel der Mitarbeiter entlassen

NÜRNBERG/FRANKFURT (nw) - Die technische Entwicklung verschlafen zu haben, muß sich die Triumph-Adler AG (TA), Nürnberg, vorwerfen lassen: Als Folge gravierender Management-Fehlentscheidungen, so klagt die IG Metall, müssen sich nun etwa 3000 der noch in der Bundesrepublik beschäftigten rund 8700 TA-Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz suchen.

Sieben Vorschläge zum Abbau der Belegschaft hat nach TA-Angaben der Vorstand des Büro- und Informationstechnik-Herstellers den versammelten Betriebsräten vorgelegt. Ziel sei es, in den Werken Nürnberg Frankfurt, Schwandorf und Berlin das Personal um insgesamt ein Drittel zu reduzieren. Begründet wird der drastische Mitarbeiterabbau mit dem Trend von elektromechanischen zu elektronischen Geräten, denn der Personalaufwand in der Produktion von Elektronik-Schreibmaschinen verringere sich dabei erheblich. Demgegenüber steige der notwendige Materialeinsatz. So seien auch vom geplanten Personalabbau bei TA im wesentlichen Arbeitnehmer aus der Schreibmaschinen-Produktion betroffen.

Aus Sorge um die Arbeitsplätze bei TA hat die IG Metall laut VWD schon bevor konkrete Pläne zum Belegschaftsabbau laut wurden, Bundesfinanzminister Hans Matthöfer sowie den IG Metall-Vorsitzenden Eugen Loderer "mobilisiert". Loderer ist Mitglied im Aufsichtsrat der Volkswagenwerke, der neuen Inhaberin der Triumph-Adler. Die IG Metall wehre sich dagegen, daß VW die entstandenen Probleme auf Kosten der Arbeitnehmer lösen wolle. Beispiel für gravierende Fehlentscheidungen sei, daß die bereits vor einem Jahr von den Nürnbergern vorgestellte neue Elektronik bis heute nicht lieferbar wäre.

Offensichtlich wird man bei der VW AG nicht so recht glücklich mit dem Erwerb. Denn VW ist nach Aussage Loderers bei der Tochter Triumph-Adler in eine Position geraten, die nicht gerade erfreulich sei. Er könne sich nicht vorstellen, "daß das alles ganz unblutig abläuft".

Loderer meinte laut Süddeutscher Zeitung zur Situation des Unternehmens, daß die Produktpalette nicht stimme. Die früheren Managementfehler seien nicht so schnell auszubügeln.