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25.05.2005

Tablet-PC im Edel-Look

Mit dem "LE1600" bringt Tablet-PC-Spezialist Motion Computing seine vierte Modellgeneration auf den Markt.

Zugegeben, der Autor dieses Beitrags ist ein ausgewiesener Tablet-PC-Fan und widmet vielleicht deshalb dem Gerät mehr Zeilen als mancher anderen Produktvorstellung. Anderseits hat sich Hersteller Motion Computing diese breite Würdigung durchaus verdient: Im Gegensatz zum Gros der meisten Neuerscheinungen glänzt der LE1600 nicht nur wie sonst branchenüblich mit erhöhten Leistungswerten, sondern wurde auch im Detail deutlich verbessert.

Dies fällt bereits bei der ersten Begegnung mit dem neuen Gerät auf, das Motion Computing, dem Konzept der reinen Tablet-PC-Lehre folgend, als Slate - also ohne Tastatur - konzipiert hat: Dank seiner ergonomischen Gehäuserundungen liegt das Produkt, das über ein 12,1 Zoll großes Display verfügt, beim Arbeiten gut in der Hand und vermittelt ein angenehmeres Gefühl als das Plastikgehäuse manches Konkurrenzmodells. Dabei wiegt der mobile Rechner rund 1,4 Kilogramm und ist damit leichter und dünner als die bisherige M1400-Serie. Die Gewichtsreduzierung erreichte Motion dadurch, dass das untere Gehäuseteil in einer Magnesiumlegierung ausgeführt wurde, während für das Oberteil Kohlefaser verwendet wird. Soll das Gerät jedoch im harten Außendienst oder etwa in Werkstätten eingesetzt werden, ist trotz dieser Materialien der Einsatz einer Schutzhülle erforderlich, um vor Stößen zu schützen.

Im Inneren des edlen, anthrazitfarbenen Gehäuses verrichtet aktuelle Intel-Technik aus dem Centrino-Baukasten ihre Arbeit: Dies beinhaltet einen Niederspannungs-Pentium-M-Prozessor mit 1,5 Gigahertz, den Chipsatz "Mobile Intel 915 GMS Express" und die Intel-Netzkarte "Pro/Wireless 2200 BG" für WLANs gemäß IEEE-Standard 802.11b und g. Als weitere Funkschnittstelle dient Bluetooth zur Verbindung mit Peripheriegeräten. Standardmäßig verfügt der LE1600 über 512 MB RAM sowie eine 30 GB große Festplatte. Dabei greift der Hersteller auf 1,8-Zoll-Disks zurück, da diese nach Angaben von Motion erschütterungsresistenter und damit langlebiger als die üblichen 2,5-Zoll-Notebook-Platten seien.

Mit dem eingebauten Standardakku erlaubt der Tablet-PC rund drei Stunden lang ein netzunabhängiges Arbeiten. Optional gibt es für die Rückseite des Gehäuses einen Zusatzakku, mit dem die Betriebszeit auf sieben Stunden erhöht werden kann. Glaubt man dem Hersteller, so ist der nur wenige Millimeter dicke Stromspeicher einer der derzeit dünnsten Lithium-Polymer-Akkus. Auch hier zeigt sich Motions Liebe zum Detail: Im Gegensatz zu vielen anderen Huckepack-Akkus steht er nirgends vom Gehäuse ab.

Grundsätzlich überdacht hat der Hersteller auch die Anordnung der Buchsen für Schnittstellen wie Gigabit Ethernet, DVI-D (DVI = Digital Video Interface), USB etc. Im Gegensatz zum Vorgängermodell sind sie nun seitlich angebracht, was sich vor allem dann bezahlt macht, wenn der Tablet-PC im Convertible Keyboard steckt. So bezeichnet Motion seine mobile Tastatur, die gleichzeitig beim Transport als Hardcover für das Display dient. Mit der neuen Tastatur sind nicht nur die Schnittstellen einfacher zu erreichen, sondern sie wartet auch mit einem integrierten USB-Anschluss auf, der genügend Power offeriert, um etwa ein externes DVD-Laufwerk anzuschließen.

Weiterentwickelt hat Motion zudem seine proprietäre Speak-Anywhere-Technik. Dabei wechselt das Gerät je nach Ausrichtung des Bildschirms zwischen zwei von drei eingebauten Mikrofonen. Zudem wurden die Algorithmen zum Herausfiltern von Hintergrundgeräuschen verbessert. Davon profitiert der Anwender etwa bei Applikationen wie Diktiersoftware, Microsofts "One Note" oder VoIP.

Überzeugen konnte in einem ersten Kurztest auch das Display des LE1600. Bis zu einem Betrachtungswinkel von 180 Grad lieferte es ein fast spiegelfreies, kontrastreiches Bild mit kräftigen Farben. Für Benutzer, die häufig unter ungünstigen Lichtbedingungen arbeiten müssen, ist mit "View Anywhere" gegen Aufpreis ein Bildschirm erhältlich, der in Sachen Spiegelungen und Blendeffekte um den Faktor zehn gegenüber der Normalausführung verbessert sein soll.