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13.08.1993

Tadpole bekommt Konkurrenz aus Taiwan Acer fertigt fuer die IBM eine tragbare Version der RS/6000 unter AIX, Version 3.2

MUENCHEN (CW) - Die taiwanische Acer Group knuepft zunehmend Kontakte zu den Grossen der Branche. Nachdem das patentierte Verfahren "Chipup" fuer die Aufruestung von PCs an Intel lizenziert wurde und weitere Lizenzvereinbarungen mit National Semiconductor, Unisys oder NEC bestehen, wird Acer fuer IBM einen portablen RS/6000-Rechner bauen.

Die Unix-Workstation "Powerportable" basiert auf der Hauptplatine, die auch in IBMs RS/6000-Powerstation 220 eingebaut ist, und soll mit vorinstallierter Software AIX 3.2 und AIX- Windows angeboten werden. Das Design des Rechners stammt aus amerikanischer Entwicklung, die kalifornische QTA in San Jose lieferte das Design, das Acer America in ein verkaufbares Produkt umsetzt. Vertrieben wird der Portable von der Advanced- Workstation- und Server-Division der IBM an RS/6000-Kunden, die ihre AIX-Anwendungen auch unterwegs nutzen muessen. Einen Kunden hat Big Blue fuer den Powerportablen schon gefunden: das US-Bureau of Land Management will damit 221 Bueros im Westen der USA ausstatten, die ein automatisiertes Katastersystem aufbauen sollen.

Die Grundausstattung des Rechners besteht aus einem 33-Megahertz- Prozessor, 8 KB Cache, Aktiv-Matrix-Display mit 10,4 Zoll und 640 x 480 Pixel Aufloesung, das externe Bildschirme bis zu 1280 x 1024 Bildpunkte unterstuetzt, Floppy-Laufwerk sowie einer Wechselplatte mit 457 MB oder 1,2 GB. Die Preise fuer das rund neun Kilogramm schwere Geraet beginnen bei rund 13 500 Dollar.

Acer ist aber nicht der einzige Hersteller eines RS/6000-Laptops. Bereits Ende 1992 beauftragte Big Blue die amerikanische Firma Tadpole mit der Fertigung einer tragbaren RS/6000. Tadpole, bekannt geworden als Hersteller des ersten Sparc-Notebooks, wird sein Geraet aber erst im naechsten Jahr vorstellen koennen. Dann allerdings soll es nicht mehr als vier Kilogramm wiegen und auch deutlich unter dem Preis des Acer-Rechners liegen.