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Kolumne


10.09.1999 - 

"Tag der offenen Türen"

Eigentlich mag man schon nicht mehr über das Jahr-2000-Problem reden. Wenn da nicht doch immer wieder neue beunruhigende Informationen ans Tageslicht kämen.

So auch jetzt wieder: Eine kursorische Befragung von deutschen DV-Anwendern durch die COMPUTERWOCHE brachte an den Tag, daß fast alle ihre Hausaufgaben spätestens seit 1998 angegangen sind. Spät zwar, aber im Prinzip habe man alles im Griff, wurde signalisiert. Gestutzt haben aber viele, als man dann nach der Klimaanlage fragte.

Das, so die Auskunft, sei ja nicht Sache der IT-Abteilung. Recht haben sie. Eigentlich. Uneigentlich stellte sich heraus, daß es in deutschen Unternehmen durchaus nicht selbstverständlich ist, das Datumsumstellungsproblem als ein übergreifendes zu verstehen. Es reicht eben nicht, die Server fit für den ersten Tag des kommenden Jahres zu machen. Es genügt nicht, die Applikationen auf schädlichen Code hin zu durchforsten.

In Klimaanlagen arbeiten zig Embedded Systems, die für eine wohltemperierte Umgebung nicht nur in der Cafeteria sorgen, sondern auch die Rechenzentren kühlen sollen. Für Telefone und Nebenstellenanlagen gilt nämliches. Nicht alle ISDN-Systeme sind Jahr-2000-tauglich. Die gesamte Infrastruktur der Gebäudetechnik ist ebenfalls betroffen. Schließanlagen, die den 1.1.2000 als 1.1.00 und damit als ersten Tag im Jahr 1900 erkennen, sorgen für Tage der offenen Türen. Denn der 1.1.1900 war ein Montag und kein Samstag, wie Neujahr 2000.

Genau hier liegt die Schwierigkeit: Die Jahr-2000-Datumsumstellung wird in Firmen häufig als ein Thema angesehen, das nur die klassische Datenverabeitung betrifft. Darauf deutet indirekt auch die aktuelle Untersuchung der Hermes Kreditversicherungs AG zum Stand der Umstellungsaktivitäten und des zu erwartenden Gefährdungspotentials in deutschen Firmen hin: Auch hier wurde im wesentlichen abgefragt, wie es um DV-Projekte bestellt ist.

Übergeordnete Projektgruppen, die sämtliche Aspekte des Y2K-Problems in einer Firma unter ihre Veranwortung stellen, sind insbesondere in kleinen und mittelständischen Unternehmen eher die Ausnahme. Das kann zu bösen Überraschungen führen. Und deshalb sollte man doch immer wieder über das Jahr-2000-Problem reden. Zumindest bis zum 31.12.