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01.10.1993

Taiwaner Hersteller beachtet Umweltaspekte Acer fertigt in Deutschland und stellt neue Rechner vor

MUENCHEN (CW) - Die deutsche Niederlassung des taiwanischen PC- Herstellers Acer fertigt ab sofort in Ahrensburg bei Hamburg.

Acer hat sich eine ausgekluegelte Logistik fuer die Assemblierung der PCs in Deutschland einfallen lassen. Preisempfindliche Komponenten wie CPUs, Hauptplatinen oder Festplatten kommen per Luftfracht nach Hamburg, Gehaeuse, Netzteile oder Floppylaufwerke nehmen den kostenguenstigeren Seeweg.

Sparen will Acer auch bei den Montagezeiten. So wurden neue Gehaeuse entworfen, die nicht geschraubt, sondern gesteckt werden. Die Assemblierung eines PCs dauert damit nur 29 Sekunden. Acer will in der neuen Montagehalle jaehrlich 120 000 Rechner fertigen, wobei eine Ausstossverdoppelung leicht machbar sei, wie Klaus Muuss, Geschaeftsfuehrer der Acer Computer GmbH, anlaesslich der Vorstellung von neuen Rechnern in Muenchen erklaerte.

Lueftung ueber die Tastatur

An neuen PCs bieten die Taiwaner mit dem "Acernote 730" ein Einsteiger-Notebook, das in der "730c"-Version auch als Farbgeraet zu haben ist. Bestueckt wurde der Portable mit der 486SX-Stromspar- CPU von Intel mit 25 Megahertz Taktfrequenz, vier MB RAM, Disketten- und Festplattenlaufwerk, das fuer die Monochrom- Ausfuehrung 80 MB und fuer die Farbversion 120 MB Speicherkapazitaet bietet. Wert gelegt wurde auch auf extensives Stromsparen - die Geraete koennen drei beziehungsweise vier Stunden fernab der Steckdose betrieben werden.

Ein Kabinettstueckchen liessen sich die Acer-Techniker zur Luftzirkulation im Inneren der Kleinrechner einfallen, die ohne Luefter arbeiten: In die Tasten wurden feine Loecher gebohrt, so dass der Tastenhub fuer Luftzirkulation sorgt. Der Preis fuer das Schwarzweissgeraet liegt bei rund 3320 Mark, die Farbversion kostet zirka 5550 Mark.

Chip-up-Technik aus eigenem Hause

Bei den Tischgeraeten bietet Acer mit der "Power-VESA"-Familie fuer Windows optimierte 486er Systeme an, die, ebenso wie der passende Monitor, das EPA-Zeichen fuer Stromsparfunktionen tragen. Fuer die Beschleunigung von Grafikaufgaben wurde der VGA-Grafikadapter von Cirrus direkt auf der Hauptplatine implementiert. Das Basismodell mit 170-MB-Festplatte ist fuer 2880 Mark zu haben, der passende 15- Zoll-Monitor fuer 1265 Mark.

Die eigenentwickelte Chip-up-Technik nutzt der Hersteller aus Taiwan fuer die "Acer Altos 7000"-Serie, die sich mit einem 486DX- Chip, einem Pentium-Prozessor oder als Multiprozessormaschine auch mit zwei Pentiums betreiben lassen. Fuer einen schnellen Datendurchsatz zwischen Prozessor und Arbeitsspeicher sorgt der 64-Bit-Frame-Bus. Fuer den Anschluss von Peripheriekarten stehen acht EISA-Steckplaetze und zwei VESA-Local-Bus-Slots zur Verfuegung. Im Towergehaeuse finden bis zu acht Festplatten Platz, die auch den hot-swap erlauben. Das System ist ab rund 9000 Mark zu haben.

Grossen Wert legt der Taiwaner auf die Umwelt. So wird fuer die Gehaeuse nur sortenreiner Kunststoff verwendet, der ohne FCKW, Brom oder Halogen hergestellt wurde. Die Transportkisten bestehen zu 100 Prozent aus Altpapier, auch die Schutzecken. Acer ist neben Brother, Cherry, NEC, Toshiba und Oki ausserdem Mitglied im Cycle- Verband, der versucht, den Wertstoffkreislauf zu realisieren.