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03.05.2002 - 

IDC/Gartner-Bilanz für das erste Quartal 2002

Talfahrt im PC-Markt scheint gebremst

MÜNCHEN (CW) - Nach den Vorabzahlen von Gartner Dataquest und IDC für das erste Quartal 2002 erweist sich das globale PC-Geschäft weiterhin als zäh. Allerdings scheint der Abwärtstrend vorerst gestoppt.

Nachdem der weltweite PC-Markt mehrere Quartale in Folge drastische Einbrüche hinnehmen musste, hat sich der Rechnerabsatz im ersten Quartal 2002 mit insgesamt 32,7 Millionen verkauften Systemen nun etwa auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums eingependelt. Das ergaben die jüngsten Marktzahlen von Dataquest. Dem US-Markt attestieren die Analysten der Gartner-Tochter mit einem Plus von 2,3 Prozent sogar einen Hauch von Wachstum. Für das gesamte Jahr 2002 rechnet Dataquest mit einem Anstieg um vier Prozent. Allerdings, so Vice President Charles Smulders, resultierten die aktuellen Wachstumsraten aus dem Vergleich mit dem mehr als mageren Vorjahresquartal. Folglich sei die Absatzentwicklung sowohl in den USA als auch im Weltmarkt als weiterhin schleppend zu bezeichnen. "Die jüngsten Zahlen lassen allenfalls vermuten, dass der Markt langsam wieder zu den gängigen saisonalen Mustern zurückkehrt", so Smulders. Anzeichen für eine Wiederbelebung des Großkundengeschäfts ließen sich derzeit jedoch kaum ausmachen.

Zu geringfügig anderen Ergebnissen sind die Kollegen von IDC gekommen: So sei der Absatz im PC-Weltmarkt übers Jahr leicht (minus 2,7 Prozent) gesunken, während in den USA um 0,4 Prozent weniger Systeme über die Ladentheken wanderten als im Vorjahresquartal. Dabei handele es sich jedoch um einen im Vergleich zum vierten Quartal 2001 moderaten Rückgang. In diesem Zeitraum fielen die Stückzahlen weltweit um 8,9 Prozent, in den USA um 6,1 Prozent. "Der US-Markt hat nun wahrlich die Talsohle erreicht und ist im Begriff, sich langsam wieder aufzurichten", erläutert IDC-Analyst Roger Kay. Während die amerikanischen Consumer im Berichtszeitraum mehr investiert hätten als saisonal üblich, zeigten sich Firmenkunden weiterhin zurückhaltend.

Erklärte Nummer eins auf Herstellerseite ist Branchenprimus Dell: Sowohl weltweit als auch in den USA liegt das texanische Unternehmen an der Spitze. Der Direktanbieter konnte laut IDC global um 16,2 Prozent zulegen und damit seinen Marktanteil auf 15,4 Prozent ausbauen. In den USA hat der Hersteller mit 28,4 Prozent (plus 19,4 Prozent) ebenfalls die Nase vorn. Dort gelang es allerdings auch IBM und Hewlett-Packard (HP), ihre Anteile auszubauen, und zwar um zwei beziehungsweise 0,2 Prozent. Weltweit Platz zwei belegt Compaq mit 10,7 Prozent (minus 11,8 Prozent), gefolgt von HP mit einem Anteil von 7,5 Prozent und IBM mit 5,8 Prozent. Das Schlusslicht in der Top-Fünf-Liste der IDC-Auguren bildet Fujitsu-Siemens Computers (FSC) mit einem Anteil von 5,1 Prozent.

In der Region Emea (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) wuchs der Markt laut Dataquest im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 10,23 Millionen verkaufte Einheiten. Die Region entwickle sich allerdings in zwei verschiedenen Geschwindigkeiten, wobei der vierprozentige Rückgang in Westeuropa das zweistellige Wachstum im Osten nahezu auffresse. (kf)

Abb: Weltweiter PC-Markt

Gemessen an Stückzahlen hatte Dell auch im ersten Quartal die Nase vorn. Quelle: IDC