Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

05.09.2006

Tandberg schluckt Exabyte

Alle Mitarbeiter sollen übernommen werden.

Rund 28 Millionen Dollar gibt Tandberg Data Corp. für das Traditionsunternehmen Exabyte aus. Die Company aus Boulder, Colorado, hatte sich insbesondere mit den "Mammoth"-Laufwerken einen Namen gemacht. Diese Acht-Millimeter-Laufwerke nutzten das VXA-Aufzeichnungsverfahren. Dabei werden Datenblöcke mit dem "Helical-Scan"-Verfahren gespeichert. Mammoth-Drives und ihre Technik gelten immer noch als zuverlässig und werden wegen der schonenden Behandlung der Bandkassetten geschätzt.

Mitte der 90er Jahre büßte Exabyte seine Vormachtstellung bei mittelgroßen Bandspeichern ein, während Quantum zum Marktführer aufstieg. Quantum hatte mit den DLT-Laufwerken den Erfolg, den sich Digital Equipment (DEC), Erfinder des "Digital Linear Tape", gewünscht hatte. Tandberg war der andere Hersteller von DLT-Laufwerken und stützte als "second source" den Erfolg des Formats.

Erst das LTO-Format, das ein Konsortium aus Hewlett-Packard, IBM und Seagate entwickelt hatte, beendete die Marktführerschaft von Quantum. Mittlerweile ist der DLT-Spezialist Quantum auch in Besitz der LTO-Technik - durch die Übernahme von Certance. Seagate hatte einst das Geschäft mit LTO-Laufwerken als eigenständiges Unternehmen Certance ausgegliedert und danach das Interessse daran verloren.

Diese Entwicklung setzte Exabyte stark unter Druck. Die Company kämpft seit Jahren mit Verlusten. Vor ein paar Monaten holte sich Firmenchef Tom Ward Analysten ins Haus, die jetzt wohl den Verkauf an Tandberg empfahlen. Beide Firmen unterstreichen das komplementäre Produktangebot und die Synergieeffekte, die auf zehn Millionen Dollar geschätzt werden. Laut Exabyte sollen allen Mitarbeitern Arbeitsplätze beim neuen Arbeitgeber angeboten werden. (kk)