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04.09.1998 - 

Standardisierte Schnittstellen fehlen

Tandem: Cluster-Software für SCO

Bereits seit Anfang des Jahres verkauft Compaqs Tandem-Division Nonstop Clusters für Unixware auf den Servern "Proliant Integrity XC" hauptsächlich an Unternehmen im Telekommunikationsgeschäft. Nun wird auch SCO das Produkt unter dem Namen "Unixware Nonstop Clusters" vertreiben. Die entsprechenden Lizenzverträge sind unterschrieben. Die Tandem-Lösung erlaubt bislang das Zusammenschalten von sechs Rechnern, es gibt aber schon Testinstallationen von bis zu 30 Knoten.

SCO will das Produkt zunächst zusammen mit Unixware 2.1.1 OEM-Herstellern anbieten. Später wollen beide Unternehmen Verkaufskanäle für Drittanbieter öffnen. Derzeit wird dafür ein Evaluationsprogramm entwickelt. Neben einer kostenlosen Demo-Version sollen weltweit eine Reihe von Entwicklungs- und Kompetenzzentren sowie eine Geschäftsstelle für Service und Support etabliert werden, berichtet der englische Nachrichtendienst "Unigram X".

Die gemeinsam vermarkteten Systeme nutzen weiterhin die Servernet-Hochgeschwindigkeitsverbindung zum Zusammenschalten der Knoten im Cluster, der einen Datendurchsatz von 50 MB/s je Kanal ermöglicht. SCO arbeitet aber auch an Lösungen ohne die teure Verbindung und hat bereits eine Version auf der Basis von Ethernet als Demo-Version fertig.

Compaq hat keine Intentionen, die Cluster-Software auf andere Unix-Varianten oder Microsofts NT zu portieren. Microsofts "Wolfpack" bietet nur Ausfallsicherheit und keine Skalierungsmöglichkeit, da nur zwei Server verbunden werden können. "Unigram X" vermutet allerdings, daß Wolfpack bereits einige Aspekte der Nonstop-Software enthalten könnte, da der Kooperationsvertrag mit Tandem nach der Compaq-Übernahme von keiner Seite gekündigt wurde.

Als hinderlich für die Vermarktung der Tandem-Software könnte sich das Fehlen von standardisierten Schnittstellen erweisen. Neben den proprietären Application Programming Interfaces (APIs) des Nonstop-Programms hat Compaq noch die DEC-eigenen Schnittstellen der "Truecluster"-Software im Haus.