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09.12.1988 - 

Top-Modell jetzt mit 200 Transaktionen pro Sekunde und 3 GB RAM:

Tandems Parallelrechner bekommen Nachwuchs

09.12.1988

FRANKFURT (pi) - Sechs neue Modelle ihrer ausfallsicheren Parallelrechner aus der VLX-Serie, drei Hauptspeichermodule und einen neuen Magnetplatten-Speicher hat Tandem Computers auf den Markt gebracht. Mit der Produktausweitung will das Unternehmen die Weichen für den wachsenden Einsatz der Online-Transaktionsverarbeitung stellen.

Die neuen VLX-Modelle verfügen je nach Typ über zwei bis 32 Prozessoren und erreichen in der höchsten Ausbaustufe eine Verarbeitungsleistung von 200 Transaktionen pro Sekunde. Die Speichermodule mit der Typenbezeichnung VLM erhöhen die Hauptspeicherkapazität der Rechner um das Sechsfache von 16 auf 96 MB pro Prozessor. Für einen VLX-Rechner mit 32 CPUs ergibt sich damit eine Hauptspeicherkapazität von 3 GB. Das für die Superminicomputer angekündigte Magnetplattensystem mit der Bezeichnung XL80 speichert bis zu 7,1 GB.

Die Parallelrechner-Serie mit der Bezeichnung Nonstop VLX besteht aus den Modellen 302E, 304E, 504, 508, 516 und 532. Die 30er-Systeme sind Einstiegsmodelle, die übrigen Maschinen repräsentieren die High-End-Klasse. Die Anzahl der integrierten Zentraleinheiten liegt je nach System bei 2, 4, 8, 16 oder 32 CPUs. Die Modelle der oberen Leistungsklasse sind bereits standardmäßig mit einem VML-Speichermodul ausgerüstet.

Jeder eingesetzte Prozessor hat 16 MB Arbeitsspeicher; das Spitzenmodell VLX 532 hat damit ein Hauptspeichervolumen von 512 MB, erweiterbar auf 3 GB. Als Massenspeicher dient die Magnetplatte XL80; Betriebssystem der Rechnerfamilie ist Guardian 90XL, eine Kombination des Tandem-Systems mit der relationalen Datenbank Nonstop SQL. Die Rechner sind ab sofort lieferbar und kosten je nach Modell und Konfiguration zwischen 1,5 und 24 Millionen Mark.

Die neuen Hauptspeichermodule VLM (VLX Large Memory) für die Nonstop-Computer ermöglichen eine Erhöhung der RAM-Kapazität auf 96 MB pro CPU. Indem auf diese Weise nicht auf die im Vergleich relativ langsame Festplatte, sondern direkt auf den schnelleren Hauptspeicher zugegriffen werden kann, erhöht sich der Datendurchsatz des Systems. Der Preis für ein 16-MB-Modul liegt bei 141 000 Mark, 24 MB kosten 195 000 und ein 48-MB-Board kostet 300 000 Mark.

Für die Speicherung großer Datenmengen ist das Magnetplattensystem XL80 konzipiert. Es hat eine maximale Kapazität von 7,16 GB und ist mit den Maßen 91,5 mal 61 mal 140 Zentimetern vergleichsweise kompakt. Für schnellen Datentransfer ist das System mit der intelligenten ANSI-Schnittstelle IPI-2 ausgerüstet. Das Gehäuse des XL80 bietet Platz für acht Speichermodule, auf die über die Parallel-Architektur der Anlage gleichzeitig zugegriffen kann. Es wird mit vier, sechs oder acht Komponenten ausgeliefert.

Das Plattensystem läßt sich nach Herstellerangaben an alle Nonstop-Superminis

-VLX, -TXP und -EXT anschließen. Die Datenschnittstelle bietet eine Transferrate von 2,4 MB pro Sekunde. Die einzelnen Speichereinheiten können durch Stecktechnik individuell installiert, ersetzt oder gewartet werden, ohne daß der Rechenbetrieb der übrigen Module aussetzt. Kritische Datenbestände lassen sich auf gekoppelten Einheiten im XL80 spiegeln. Der Preis für den Massenspeicher liegt bei 286 000 Mark für eine Konfiguration mit sechs Platten und bei 400 000 Mark mit acht Modulen. Jede weitere Platte kostet 125 000 Mark.