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09.04.1999 - 

DAG beklagt große tariffreie Zonen in IT-Unternehmen

Tarifvertrag für 8000 Mitarbeiter mit der IBM vereinbart

MÜNCHEN (CW) - Die IBM hat sich mit der Deutschen Angestellten Gewerkschaft (DAG) auf einen Rahmentarifvertrag für 8000 Beschäftigte in Tochtergesellschaften geeinigt.

Bislang bewegten sich die betroffenen Mitarbeiter in einer tariffreien Zone. Wie das "Handelsblatt" schreibt, soll der Tarifvertrag ab dem 1. April gelten. Basis der nun in den einzelnen Tochterunternehmen abzuschließenden Anerkennungs-Tarifverträge sollen alle Haustarifverträge sein - bislang 16 an der Zahl, die für rund 15000 Angestellte des Computerunternehmens gelten -, die die DAG mit der IBM Informationssysteme GmbH abgeschlossen hat.

DAG-Verhandlungsführer Peter Hassel beklagte, daß tariflose Zustände in der IT-Industrie weit verbreitet seien. Dies gelte nicht nur für kleine Firmen und mittelständische Unternehmen, sondern auch für Großbetriebe. Hassel nannte hier etwa die Dienstleister Electronic Data Systems (EDS) und VW Gedas, aber auch Microsoft, Hewlett-Packard (HP), die Software AG und SAP. Insbesondere letzteres Unternehmen zahlt seinen Mitarbeitern allerdings vergleichsweise traumhafte Gehälter und unterbreitet ihnen interessante Beteiligungsangebote. Demgegenüber gilt etwa die Mitarbeitervertretung von HP in Betriebsratskreisen der Branche als wenig effizient, wenn es um die Durchsetzung von Belegschaftsinteressen gegenüber dem Management geht.

Interessant ist aber immerhin, daß viele Große der IT-Szene durchaus eine Mitarbeitervertretung besitzen. Die Belegschaften von Apple, Bull, Computer 2000, HP, Intel, Microsoft, NCR, NEC, Silicon Graphics, Sun Microsystems, Softlab und Siemens AG sowie deren Dienstleistungszweig Siemens Business Services GmbH & Co. OHG (SBS) legen ihre Interessen in die Hände mehr oder weniger durchsetzungswilliger Betriebsräte. Den kompetentesten hat sich Compaq eingehandelt, als es Digital Equipment (DEC) im vergangenen Sommer übernahm.