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17.11.1989 - 

Ausstellung und Fachveranstaltungen der Tele-Communications Association

TCA: Ernsthaftigkeit gegenüber ISDN-Thema

SAN DIEGO - Auf der diesjährigen Ausstellung der Tele-Communications Association (TCA) in San Diego ließen die Anbieter Liebe fürs Detail walten - was sich beispielsweise in Gestalt von Adaptern, Multiplexern oder auch Analysatoren manifestierte. Paul Hoffmann* hat die interessanten Neuheiten aus dem Telecom - "Allerlei" rausgefischt.

Im Blickpunkt des Geschehens stand zunächst ISDN. Nach viel Gerede im vergangenen Jahr schienen die Aussteller auf der TCA 89 Ernst auf diesem Gebiet zu machen. Zu den gezeigten Produkten gehörten ISDN-PC-Karten, Terminaladapter auf PC-Basis beziehungsweise der PC am Basisanschluß (also wie bei So zweimal 64 Kilobit und einmal 16 Kilobit pro Sekunde) als multifunktionales Terminal. Letzterer übernimmt das Management in Sachen Sprache, zeigt Anrufe an, speichert Rufnummern, tätigt Wahlwiederholungen, wickelt über die B-Kanäle verschiedene Datendienste wie Filetransfer oder Fax ab und dokumentiert das Ganze in Form eines Logbuchs. Außerdem gab es jede Menge Produkte für die "ISDN Primary Rate" mit 2048 Megabit pro Sekunde. Fast sämtliche Hersteller von Test-Equipment hatten sich auf ISDN-Interfaces eingestellt.

Als ein nächster wesentlicher Bereich ist das Netzwerk-Management zu nennen. Unisys führte hier für sein UNMS-System ein Interface für den "AT&T Accumaster Integrator" vor.

Punkt 3: Multiplexer und digitale Schalter. Micom präsentierte einen Sprachmultiplexer auf der Bezeichnung Voice Mux 100 für 56164 Kilobit pro Sekunde, der nach dem "Advanced Packetized Voice-Verfahren" arbeitet und somit Sprachübertragungen auf ein Sechstel der normalerweise benötigten Länge komprimieren kann. Außerdem war auf den, Micom-Stand der neue "MB300 Packet Switch" zu sehen, der nach Angaben d Herstellers weniger als 1000 Dollar per "High Speed Link" kostet und über "Alternate Routing Feature", ein Satelliten-Interface, und Schnittstellen zu den übrigen X.25-Produkte von Micom verfügt. Zusätzlich konnte man die Auslieferung des 200 000ten statistischen Multiplexers feiern.

Von Telematics gab es ebenfalls neue Multiplexer: "Spectrum Digital DX-10" und "DX-20" als Low-end-Produkte für private und öffentliche digitale Breitband-Netzwerke, Trunk-Karten für, Sprache mit einer Kompression von zwei zu eins und vier zu eins, analoge Voice Karten sowie programmierbar X.25-Access-Gateways für private und öffentliche -25-Netze.

Racal Milgo präsentierte einen neuen Multiplexer (Omnimux 7000) mit Channel-Banking-Feature für T1 -Strecken mit 1 Megabit pro Sekunde, wobei die volle Bandbreite oder eben Fractional T1 gefahren und Somit nur ein Teil der Bandbreite genutzt werden kann.

Frederick Engineering, bisher wohl mehr bekannt als Entwickler und Hersteller von Datenanalysatoren (Feline), war auf seinem Stand mit einer PC-Karte - Bezeichnung uDacs Micro Digital Access Cross Connect Switch - für die wahlfreie Verbindung zwischen mehreren T1 oder Cept-Leitungen mit 2048 Megabit pro Sekunde zugegen. Eine mitgelieferte Software übernimmt das Netzwerk-Management und liefert Statistiken. Mittels Aufsplittung, zum Beispiel einer Verbindung mit 2048 Megabit in Kanäle mit 64 Kilobit pro Sekunde, kann eine solche Bandbreite auch auf verschiedene Dienste wie Sprache, Daten oder beispielsweise Grafik unterteilt werden.

Ein weiteres neues Produkt auf dem "Terrain" von Frederick Engineering gab die Multiwindow- und Multitasking-Software Fecos ab, mit der mehrere Analysatoren zum Beispiel für WANs, Ethernet-LANs, aber auch für Token-Ring-Netze in verschiedenen Fenstern betrieben werden können. Ein in die Software integrierter globaler Monitor übernimmt Management-Aufgaben. So kann er zum Beispiel beim Auftreten eines bestimmten Fehlers in einem Analysator das geeignete Window aktivieren oder akustischen Alarm geben.

Excalibur heißt eine neue Modemfamilie für festgeschaltete sowie Wählleitungen von Racal Milgo. Diese Modemfamilie bringt bis zu 19 200 Bits pro Sekunde zu Wege und läßt sich mit Hilfe des CMS (Communications Management Series) überwachen. Aufsehen erregte auch Racal Milgos Abkommen mit IBM, wonach die Briten neben IBMs PS/2-Systemen zusammen mit der Netzwerk-Management-Softwareserie CMS auch IBMs RT-Computer anbieten.

Hayes zeigte eine ISDN-PC-Karte, kompatibel zu den ISDN-Netzen von Northern Telecom und AT&T, die auch V.120-Dienste ermöglicht (Standard für die Anpassung von ISDN- und Non-ISDN-Terminals inklusive Bitraten-Anpassung, End-to-end-Synchronisation, Fehler- und Flußkontrolle sowie Terminal-Interworking). Außerdem präsentierte Hayes ein neues Modem mit 2400 Bits pro Sekunde und V.42-Fehlerkontrolle.

Rockwell, als einer der führenden Hersteller von Modernbausteinen, stellte eine ganze Reihe von neuen Produkten vor. Es handelt sich dabei um Datenmodems V.22bis mit 2400 Bits pro Sekunde und Kombinationen von Datenmodems mit Send- und Receive-Fax-Modems (4800 und 9600 Bits pro Sekunde). Besonders erwähnenswert ist sicher auch die Modembaugruppe RC9696/12, als V.32-Modem mit 9600 Bits pro Sekunde oder im Turbo-Mode mit 19 000 Bits pro Sekunde und "full duplex".

Tekelec präsentierte "Chameleon 8000" für Geschwindigkeiten wie zum Beispiel 1.544 Megabits pro Sekunde (T1), Fractional T1, DDS- und DS3-Schnittstellen. Integriert sind darüber hinaus Bert-Fähigkeiten.

Für ein bißchen Verwirrung sorgte bei vielen Kennern der Testgeräte-Szene sicher der Stand von Telenex. Hier gab es nach dem Kauf von AR (Atlantik Research) Spectron-Produkte - Northern Telecom hatte sich von Spectron getrennt AR-Produkte und natürlich die eigene -Testgeräte-Produktlinie. Dies führte naturgemäß zur Überlappungen im Equipment.

Tektronik präsentierte einen "Network Performance Analysator" und Hewlett-Packard eine Network-Probe, die Statistiken sammelt und auch mithelfen kann, das Problem LAN-Dokumentation zur lösen.

Neuigkeiten im ISDN-Bereich

Obwohl LANs keinen Schwerpunkt auf der TCA darstellten, gab es besonders im ISDN-Bereich Neuigkeiten. So zum Beispiel eine Bridge-Familie sowohl lokal oder remote von Andrew, ehemals Local Data, zu der auch eine neue Microchannel-Adapterkarte mit 16 Bit für den Token-Ring gezeigt wurde.

Der Token-Ring ist ohne jeden Zweifel auf dem Vormarsch, allerdings ist die Marschrichtung nicht ganz die, die sich Big Blue vorgestellt hatte. An die Stelle des Kabels vom Typ 1, also Twisted-Pair abgeschirmt, tritt bei vielen Installationen ein einfaches Telefonkabel, ebenfalls vieradrig.

Die letzte ausgemachte Neuheit - keine "Kleinigkeit" hob sozusagen vom Messegeschehen ab: Bytex stellte einen Satelliten vor, passend zum AS1000/4000-Matrix-Switch, der 1544 oder 2048 Megabit pro Sekunde schaltet und Netzwerk-Management-Aufgaben erfüllt.

Neben der Ausstellung fanden auf der TCA dreieinhalb Tage lang Seminare statt. Themen waren Planung von multinationalen Netzwerken, ISDN, Tele-Comunication Management, Fehlersuche und Servicelevel-Management, aber auch Basisveranstaltungen über lokale Netzwerke oder langfristige Telcom-Planungen.