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02.06.2000 - 

Gastkommentar

TCO: nicht reden, sondern ändern

Dr. Martin Lippert, Geschäftsführer Compass, Deutschland

Der Boom der "Total Cost of Ownership" beweist: Die Anwender haben ein aktuelles Problem. Sie wollen die Kosten kontrollieren und die Effizienz der IT erhöhen. Die Crux ist nur: Sie projizieren Hoffnungen in den Begriff TCO, die dieser häufig nicht einlöst.

Der Ansatz ist richtig. Nicht nur die unmittelbaren, sondern auch die langfristigen Kosten sollen in die Betrachtung einfließen. Die Probleme aber beginnen schon damit, dass nicht einheitlich definiert ist, welche Kosten herangezogen werden. Zudem werden zentrale Effizienzfaktoren ignoriert, etwa ob Servicevereinbarungen auch eingehalten oder IT-Dienstleistungen qualitätsgerecht erbracht werden.

Vor allem aber wird der menschliche Faktor vernachlässigt, insbesondere die Zufriedenheit der Anwender. Eine extrem schlanke IT beispielsweise mag unter reinen Kostenaspekten gut dastehen. Wenn sie aber dazu führt, dass Anwender die Serviceleistungen der IT nicht in Anspruch nehmen und stattdessen versuchen, sich selbst zu helfen, ist das Kosten-Effizienz-Verhältnis für das Gesamtunternehmen eindeutig negativ.

Die TCO beschreiben den Status quo. Salopp gesagt, dienen sie oft dazu, dem IT-Leiter den Controller vom Hals zu halten. Was beide jedoch brauchen, sind Grundlagen für Verbesserungen. Dazu muss man tiefer schürfen. Notwendig sind die umfassende Betrachtung von Ursachen und Wirkungen sowie von qualitativen Aspekten wie Benutzerfreundlichkeit, Ausfallzeiten, Störungen etc. Außerdem werden vergleichende Wirtschaftlichkeitsanalysen anhand objektiver Kennzahlen gebraucht. Nur so kommt man zu konkreten Projektempfehlungen, wie die IT-Effizienz gesteigert werden kann - was doch letztendlich das Ziel aller Anstrengungen ist.