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17.01.1997 - 

Arbeit in Gruppen in der IT gefragt

Teamarbeit erfordert neue Wege der Leistungsbeurteilung

Das Problem von IT-Abteilungen ist die Beurteilung der Leistung von einzelnen Mitarbeitern des Teams. Nach einer Studie des Beratungsunternehmens The Hay Group können hervorragende ebenso wie weniger gute Arbeit unbemerkt bleiben. Dies führe dazu, daß Mitarbeiter zunehmend unzufrieden werden und die Produktivität abnimmt. Vor allem komme das in Unternehmen vor, in denen Teams bereits zwei Jahre oder länger zusammen sind.

30 Prozent von 243 Unternehmen gaben 1996 nach Angaben von The Hay Group als Hauptgrund für Mißerfolge ihrer Teams das Fehlen teamorientierter Bezahlung an. Diese Rate liege um 20 Prozent höher als im Vorjahr. IT-Abteilungen seien dabei besonders betroffen, weil sie ihre System- und Anwendungsentwicklungen in Projektteams erarbeiteten. "Je länger ein Team zusammenarbeitet, desto größer wird das Bezahlungsproblem", so Steven Gross, Vice-President von The Hay Group. Die Mitarbeiter fragten sich allmählich, was für sie bei ihrem Engagement rausspringe. "Es wurden Teams geschaffen", kritisiert Gross, "ohne die personelle Infrastruktur - besonders das Gehaltssystem - zu ändern."

Die Xerox Corp. in Rochester, New York, experimentiert bereits seit drei Jahren mit teambasierter Bezahlung. "Ich glaube, wir haben die Lösung erst vor einem Jahr gefunden", so Personalchef Bob Monastero. Das Patentrezept lautet: Die eine Hälfte der leistungsorientierten Gehaltserhöhung wird von Managern bestimmt, die andere von den Teammitgliedern. Interessanterweise sind die von den Mitarbeitern zugestandenen Prämien höher als die von den Vorgesetzten. "Diejenigen, die unmittelbar am Arbeitsprozeß beteiligt sind, wissen besser als der Manager, wer richtig zupackt", so die Erklärung von Monastero.

Bei der Monsanto Corp. in Saint Louis basiert fast die gesamte IT-Arbeit auf Teams. Das Management entwarf ein neues Ausgleichskonzept, demgemäß Leistungszulagen nach drei Aspekten bestimmt werden: ein Drittel orientiert sich an der Leistung des Projektteams, das zweite Drittel an der individuellen Leistung und das letzte Drittel an der finanziellen Situation der Firma.

Eine Möglichkeit, Ausgewogenheit in IT-Abteilungen zu erzielen, liegt nach Einschätzung von Linda Pettinger, Direktorin der nordamerikanischen Sektion der Hay Group, darin, eine große Palette variabler Verdienstsysteme bereitzuhalten.