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Erste Präsentationen zu Visual Studio 6.0 und COM+

Tech-Ed: Microsoft schwenkt auf Interoperabilitätskurs ein

19.06.1998

"NT bedeutet nicht das Ende des Mainframes, auch sind wir uns darüber im klaren, daß Windows nicht das einzige System in der Unternehmens-DV ist", erklärte Paul Gross, Microsofts Vice-President für Entwicklungs-Tools, in seiner Keynote. Deshalb habe man jetzt den Fokus zur Weiterentwicklung der Produkte auf Integrations-Features gelegt.

Visual Studio mit Middleware ausstatten

Welche Schritte die Gates-Company in dieser Richtung unternimmt, konnten die Besucher der Tech-Ed beispielsweise an ersten Vorführungen von "Visual Studio 6.0" erkennen. Die Entwicklungs-Suite wird über COM-basierte Middleware-Techniken wie "OLE for Databases" und "Active X Data Objects" verfügen, um die mit der Tool-Um- gebung geschriebenen Anwendungen an unternehmensweite Datenbanken anderer Hersteller anzubinden. Außerdem setzt die voraussichtlich ab September 1998 marktreife Version 6.0 auf der Distributed Network Architecture (DNA) auf. Dabei handelt es sich um ein hauseigenes Framework, dessen Services den Entwicklern von Enterprise- Applikationen die Möglichkeit bieten, sich auf die Business- Logik der Anwendung zu konzentrieren.

Ebenfalls Premiere in Form einer ersten, leider mißglückten öffentlichen Präsentation hatte in New Orleans das objektorientierte Programmiermodell "COM+". Es umfaßt zusätzlich Verfahren des "Microsoft Transaction Server" (MTS) sowie Dienste für Queuing, Events und Clustering. Auch das von Microsoft angekündigte "Bring your own Transaction" (Byot), ein Programm, mit dem die Schnittstellen von MTS für Drittanbieter geöffnet werden sollen, ist Bestandteil von COM+. Geplant ist, COM+ mit einer Betaversion von NT 5.0 ab Mitte Juli auszuliefern.

Branchenkenner werten den mit MTS, Byot und COM+ eingeschlagenen Weg als einen Versuch Microsofts, den Fuß in die Tür der Groß-DV zu setzen. Notgedrungen hätten die Redmonder erkannt, daß dies nur über die Interoperabilität mit den auf Corba basierenden Konkurrenzlösungen möglich ist. IDC-Analyst Evan Quinn äußert jedoch seine Zweifel an der Tiefe der Integrationsanstrengungen. Microsoft sei letztlich nur daran interessiert, daß neue NT-Applikationen auf Basis von COM+ entwickelt würden, den Rest der DV-Welt erreiche man dann lediglich über ein Gateway.