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Microsoft, IBM und Verisign forcieren Web-Service-Sicherheit


19.04.2002 - 

Tech Ed: .NET-Web-Services zwischen Realität und Vision

NEW ORLEANS (IDG) - Auf der jährlich stattfindenden Microsoft-Fachkonferenz "Tech Ed" in New Orleans standen nach dem letztjährigen Hype nun die praktischen Probleme bei der Umsetzung von Web-Service-Strategien im Vordergrund. Neben der Sicherheitsinitiative WS-Security wurden auch einige Produktneuheiten vorgestellt.

Beim Thema Web-Services konzentriert sich die IT-Branche nun zunehmend auf die Anwendung der Technik und die damit verbundenen Probleme. Dieser Trend war auch auf der Tech Ed zu beobachten. So kristallisieren sich in Sachen .NET - kurze Zeit nach der Fertigstellung der Entwicklungsumgebung "Visual Studio .NET" - allmählich die Problemfelder heraus. Zwar wurden nach Angaben der Redmonder mittlerweile eine Million Visual-Studio-Pakete ausgeliefert, derzeit beschränken sich aber viele Unternehmensanwender auf das Evaluieren der technischen Potenziale.

Nach Einschätzung von Gartner-Analyst Mark Driver wird sich .NET schrittweise im Lauf der nächsten fünf Jahre ausbreiten, wobei den Microsoft-Anwendern letztendlich auch keine Alternative zu diesem Technologiewechsel bleibt. Nach Angaben von Jon Stotts von der Microsoft-Partnerfirma Iway Software hegen die Kunden zwar großes Interesse an .NET und Web-Services, jedoch sei keines der Unternehmen bisher über die konzeptionelle Prüfung hinausgekommen. "Unsere Kunden, darunter einige "Fortune-100"-Unternehmen, sind sehr konservativ", so Stotts, "und es wird einige Zeit dauern, bis die Mehrheit solche neuen Lösungen implementieren wird."

Erklären muss Microsoft auch noch den Zusammenhang von .NET und den im Herbst kommenden Server-Betriebssystemen Windows .NET. Dwight Davis, Analyst bei Summit Strategies, warf die Frage auf: "Was soll ich mit .NET-Servern können, was ich nicht heute schon mit Windows 2000 und dem .NET-Framework machen kann?" Generelle Zweifel wurden auf der Veranstaltung auch am Versprechen der Web-Service-Anhänger laut, dass Anwendungen zukünftig universell über das Internet kommunizieren können. Nach wie vor existieren selbst bei den kleinsten gemeinsamen Nennern des Simple Object Access Protocol (Soap) und Web Services Description Language (WSDL) Inkompatibilitäten. Große Schwierigkeiten erwarten Experten auch hinsichtlich Management und Zuverlässigkeit von Web-Services, sobald einmal eine große Zahl von Endpoints darauf zugreift.

Auch das Thema Sicherheit wurde bisher vernachlässigt. Doch das soll nun anders werden. Microsoft hat gemeinsam mit IBM und Verisign die Spezifikation WS-Security vorgestellt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um eine Erweiterung von Soap, die Sicherheitsmechanismen wie Kerberos oder Public Key Infrastructure (PKI) integriert. Die Spezifikation wird nun einem Standardisierungsgremium vorgelegt.

In seiner Keynote-Ansprache hat Eric Rudder, Microsofts Senior Vice President für Entwicklungsplattformen und so genannter .NET-Evangelist, unter anderem "Mappoint .NET" vorgestellt. Es handelt sich dabei um den ersten kommerziellen Web-Service der Redmonder, der als Navigationsdienst oder Location Based Service in Anwendungen integriert werden kann.

Im Datenbankbereich gibt es zwei Neuheiten: Den "SQL Server CE 2.0" sowie eine Betatestversion "SQL Server 2000 Notification Services". Letzteres Tool soll auf einfachem Weg universelle Kurznachrichten oder .NET Alerts auf der Basis etablierter Kommunikationsstandards wie SMS, SMTP (E-Mail) oder auch MSN Messenger übertragen. Beim SQL Server CE handelt es sich um eine neue Variante für Handhelds, die auf einer Größe von 1,1 MB nun Elemente des .NET-Frameworks enthält.

Für den "Content Management Server" hat Microsoft ein Integrationspaket vorgestellt, das eine enge Verzahnung mit dem "Sharepoint Portal Server" ermöglicht. Damit soll das Verwalten und Publizieren von Dokumenten auch für das Web vereinfacht werden.

Auch Drittanbieter haben eine Reihe neuer Produkte um .NET gezeigt. Ein Trend dabei sind Plugins für Visual Studio .NET anstelle eigenständiger Produkte. Fujitsu beispielsweise hat ein Cobol-Plugin angekündigt, das die Entwicklung von Cobol-Anwendungen für das .NET-Framework ermöglicht. (wm)