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21.12.2006

TechConsult: Services treiben deutschen ITK-Markt an

Deutsche Unternehmen werden im kommenden Jahr TechConsult zufolge rund 94,3 Milliarden Euro für ITK-Produkte und -Services ausgeben, das wären 3,3 Prozent mehr als im laufenden Jahr.

Mit einem Wachstum von zirka 3,3 Prozent legt das Investitionsvolumen deutscher Unternehmen 2007 etwas weniger zu als noch im laufenden Jahr. Im Vergleich zwischen den Jahren 2005 und 2006 gaben die Verantwortlichen in den Vorstandsetagen 3,6 Prozent mehr Geld für ihre ITK-Ausstattung aus.

Insgesamt werden die Firmen hierzulande im nächsten Jahr 94,3 Milliarden Euro in Hard- und Software sowie Services und Telekommunikation investieren, ergab die Befragung unter rund 4000 Unternehmen. Der Löwenanteil in Höhe von 34,2 Milliarden Euro geht an die Serviceanbieter. Ihr Geschäft soll 2007 im Jahresvergleich um 5,8 Prozent zulegen.

Die übrigen Bereiche müssen sich dagegen mit deutlich geringeren Wachstumsraten zufrieden geben. Für Software wollen die hiesigen Firmen TechConsult zufolge im kommenden Jahr 18,3 Milliarden Euro ausgeben, 3,1 Prozent mehr als 2006. Der Bereich Telekommunikations-Hard- und Software werde um 2,1 Prozent auf insgesamt 6,3 Milliarden Euro zulegen. Hardwareanbieter müssen sich mit einem Plus von 1,6 Prozent und einem Investitionsvolumen von 14,8 Milliarden Euro begnügen. Das geringste Wachstum mit einem Prozent verzeichnet das Segment Verbindungsentgelte, das 2007 insgesamt 20,7 Milliarden ausmachen soll.

Geografisch gesehen haben die alten Bundesländer in Sachen ITK-Aufwendungen deutlich die Nase vorn. Mit 64,68 Milliarden Euro macht der Westen 87,9 Prozent des Gesamtvolumens aus. Unternehmen in den neuen Bundesländern werden 2007 rund 8,87 Milliarden Euro in ihre ITK-Infrastruktur stecken. Im Ranking der Bundesländer führt Nordrhein-Westfalen (14,29 Milliarden Euro) vor Bayern (11,67 Milliarden Euro) und Baden-Württemberg (9,70 Milliarden Euro). Schlusslicht ist mit 0,84 Milliarden Euro das Saarland.

Gute Kunden für die ITK-Anbieter sind nach wie vor allem die deutschen Industrieunternehmen (rund 670 000 Firmen). Laut der TechConsult-Umfrage werden diese 2007 etwa 20,76 Milliarden Euro in ITK-Lösungen und Dienste investieren. Nur knapp dahinter liegen die etwa 1,6 Millionen bundesdeutschen Dienstleistungsbetriebe, deren Investitionsvolumen in den kommenden zwölf Monaten 19,23 Milliarden Euro betragen soll. Auf den weiteren Plätzen folgen die öffentliche Verwaltung (260 000 / 13,99 Milliarden Euro), Banken und Versicherungen (70 000 / 9,76 Milliarden Euro), der Handel (725 000 / 5,33 Milliarden Euro), die Telekommunikationsbranche (925 / 2,27 Milliarden Euro) und die Energieversorger (12 000 / 2,00 Milliarden Euro). Am lukrativsten scheint damit die Telekommunikationsbranche. Statistisch gesehen wird jedes Unternehmen in diesem Segment im kommenden Jahr rund 2,5 Millionen Euro für ITK ausgeben.

Wie nicht anders zu erwarten, stecken vor allem Konzerne viel Geld in ihre ITK-Ausstattung. 37,1 Milliarden Euro beziehungsweise 50,3 Prozent des gesamten Investitionsvolumens entfallen auf große Firmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern. Der Rest verteilt sich relativ gleichmäßig auf kleine und mittlere Betriebsgrößen. Allerdings stechen Kleinfirmen mit einem bis neun Mitarbeitern mit einem IT-Budget von zusammengenommen 14,1 Milliarden Euro etwas hervor.

TechConsult geht wie viele andere Analystenhäuser für das kommende Jahr von geringeren Wachstumsraten aus als noch im laufenden Jahr (siehe auch: Spieglein, Spieglein an der Wand, wie viel Geld nehmen die CIOs 2007 in die Hand?). Nach Schätzungen der Analysten von Forrester Research wird sich das Wachstum der weltweiten IT-Budgets von acht Prozent in den beiden zurückliegenden Jahren auf fünf Prozent verlangsamen. Gartner zufolge haben die IT-Verantwortlichen von US-amerikanischen Konzernen ihre Budget-Erwartungen zuletzt deutlich reduziert (siehe auch: Gartner reduziert IT-Investitionsprognose für große Anwender). Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) rechnet für das kommende Jahr mit einem Wachstum des deutschen ITK-Marktes von 1,6 Prozent, nach einem Plus von 2,5 in 2006 gegenüber dem Vorjahr (siehe auch: ITK fällt als Wachstumsmotor aus). (ba)

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