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Besonders ältere Gebäude werden zu Problemkindern:

Technik-Boom bezieht Büromöbel mit ein

07.03.1986

Mangelhafte Informations- und Kommunikationsstrukturen sind oft nicht nur eine Frage der eingesetzten Hard- und Software, sondern auch die Folge einer ungenügenden Raumsituation und veralteten Büromöblierung, meint das Büromöbel Forum, Wiesbaden in der folgenden Presseinformation. Vor allem die räumlichen Gegebenheiten in älteren Gebäuden gäben den Organisatoren meist eine harte Nuß zu knacken auf.

Die zur Verfügung stehende Grundfläche, das Achsmaß, Türen, Fenster und elektrische Anschlüsse werfen oft Probleme auf. Auch die Raumhöhe und andere Unwägbarkeiten eines älteren Gebäudes - von außen eindringende Belästigungen durch Lärm und Abgase etwa oder nicht zu beeinflussende Lichtverhältnisse - engen die organisatorische Entscheidungsfreiheit ungleich starker ein, als dies bei einem Neubau der Fall ist, der von innen nach außen entwickelt wurde und in allen Projektionsphasen die Anforderungen moderner Kommunikationstechnik berücksichtigt.

In einer solchen "architektonischen Zwangsjacke" stoßen die Informationsmanager von Großunternehmen, aber auch die Eigentümer kleiner und mittelgroßer Firmen, wenn sich Neubau oder Umzug ausschließen an ihre Grenzen. Nach Organisatorenmeinung sollten im heutigen Computerzeitalter 70 Prozent aller Büros saniert, zumindest aber modernisiert werden.

Eine solche Aussage kommt nicht von ungefähr. Sie akzeptiert vielmehr die Tatsache, daß 80 Prozent aller für ein Unternehmen relevanten Bürokosten Personalkosten sind - bei steigender Tendenz. Die mit Abstand teuersten Mitarbeiter sind folglich jene, die mit dem inzwischen wichtigsten Produktionsfaktor, der Information, nicht umzugehen verstehen, oder denen sie wegen fehlender beziehungsweise fehlerhafter Sachmittel gar nicht oder nicht korrekt zugeht.

Die Handhabung des Mediums Information muß aber immer dann dilettantisch bleiben, wenn zum Beispiel die Mittel der modernen Büro- und Informationstechnik auf und am Arbeitsplatz nicht komplett untergebracht werden können. Jeder Mitarbeiter im Büro muß in den nächsten Jahren mit immer mehr Geraten an seinem Platz zu leben lernen: Schreibmaschine, Mikrocomputer, Leuchte, Gegensprechanlage, Telefon, Mikrofilmlesegerät, Anrufbeantworter vielleicht, Tischkopierer und dergleichen mehr. Der Flächenbedarf pro Mitarbeiter im Büro wachst ständig.

Stolperfallen durch Kabel aller Art

Probleme entstehen auch wenn die Zuführung von Energie und Daten aus Netzen zu schwierig ist oder nur durch Bildung von Stolperfallen - die inzwischen verboten sind - geschehen kann. Je mehr Geräte, desto mehr Steckdosen, Koaxanschlüsse und Kabel aller Art.

Erst recht kritisch wird es, wenn die Arbeitsplätze mehrerer Mitarbeiter aus Rücksicht auf Fenster, Türen und andere örtliche Gegebenheiten, die sich nicht elegant überspielen lassen, so unabgeschirmt bleiben, daß die Informationen störungsfrei nicht nutzbar sind. Bildschirme lassen sich oft wegen ungünstiger Lichtverhältnisse nur so aufstellen, daß die Arbeit an ihnen zu einem lästigen und letztlich krankmachenden Ärgernis wird.

Flächenangebot pro Platz ist erheblich erhöht

Büromöbel sind selber zu High-Tech-Produkten geworden, obgleich bei ihnen technische Veränderungen als weniger spektakulär empfunden werden als in der Mikroelektronik. "State of the art" bei qualifizierten Büromöbeln sind mittlerweile die Fähigkeiten, das Flächenangebot pro Arbeitsplatz ganz erheblich zu erhöhen, ohne das Grundflächenangebot zu strapazieren, also nicht in Form der mittlerweile bekannten Verkettung mit anderen Elementen, sondern durch Aufstockung nach oben.

Das geschieht bei einigen der marktgängigen Programme mit voller Elektrifizierbarkeit auch in dieser neuen, "dritten" Ebene.

Entscheidend ist folglich, daß die Möbel darauf ausgelegt sind, Kabel in genügender Menge aufzunehmen, weiterzuführen und die Geräte dort mit Strom zu versorgen, wo dies gebraucht wird und Lampen am Arbeitsplatz so zu integrieren, daß dieser von der Allgemeinbeleuchtung unabhängig ist. Die Tischplatten schließlich müssen bei voller Standfestigkeit neigbar und höhenverstellbar sein.