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17.12.1982

Technik und Industrie in Anekdoten:Dem Ingenieur ist nichts zu schwer

Die Autoren versuchen in diesem Buch, den Weg und Wandel der Technik in vier Jahrhunderten zu schildern. Was das Büchlein so lesens-, liebens- und nachdenkenswert macht, ist das Nebeneinander der Schilderung technischer Spezialitäten und der An- und Einsichten von Männern, die unsere heutige Umwelt gestaltet haben.

Schon Galileo Galilei unternahm den Versuch, eine seiner zahlreichen Erfindungen vor Mißbrauch und Kopie durch den venezianischen Dogen schützen zu lassen.

Elektrizität: "Sie scheint sich nach besonderen Gesetzen sehr schnell zu bewegen und ruft durch ihre Bewegung höchst seltsame Erscheinungen hervor." So geschrieben in einer Encyclopädie Mitte des 18ten Jahrhunderts.

"Der Mensch ist ein werkzeugmachendes Wesen", behauptet Benjamin Franklin.

Nach den frühen Erfindern ist ein Kapitel dem Siegeszug der Dampfmaschine gewidmet. Es zeigt auch kritische Bemerkungen auf, wie die des James Nasmyth, der nicht nur die Dampframme und andere dampfbetriebene Werkzeuge erfand, sondern auch zu der Erkenntnis kam: "Dampf und Fortschritt haben die Welt viel weniger jugendlich und fröhlich gemacht, als sie einmal war."

Und Rudolf Diesel kommentiert in den Ausführungen über die Vorzüge des Verbrennungsmotors: "Es ist schön, so zu gestalten und zu erfinden, wie der Künstler gestaltet oder erfindet. Aber ob die ganze Sache einen Zweck gehabt hat, ob die Menschen dadurch glücklicher geworden sind, das vermag ich nicht zu entscheiden.

Auch mancher andere war sich seines Urteils nicht so sicher. Professor Pernet riet Albert Einstein nach nicht bestandener Aufnahmeprüfung für die TH in Zürich: "Warum studieren Sie nicht lieber Medizin oder Juristerei?"

Es war derselbe Einstein, der nach der Art einer Veröffentlichung über die von ihm entdeckte Feldtheorie gefragt, die Antwort gab: Ach da schreibe ich dem Lorentz in Holland eine Postkarte und dem Planck habe ich es ja schon gesagt. "

Damit genug an Auszügen aus diesem Bändchen der Neff-Breviere. An den kommenden Winterabenden eine empfehlenswerte und nicht nur für Techniker und Ingenieure amüsante Unterhaltung. Kommen doch auch Nicht-Techniker wie Peter Ustinov zu Wort: "Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert ist die eines Experten, der sagt: Das ist technisch unmöglich!"

Genauer Titel: Dem Ingenieur ist nichts zu

schwer oder Technik und lndustrie in Anekdoten. Von Gottfried Heindl und Michael J. Higatsberger.

Erschienen im Paul Neff Verlag, Wien, 23 Mark.