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13.06.1975 - 

US-Studie über EDV-Führungskräfte:

Techniker als Manager

PHILADELPHIA - Aus dem EDV-Spezialisten der sechziger Jahre, der sich durch einige Buchhaltungskenntnisse, aber in erster Linie durch sein technisches Know-how auszeichnete, ist nun endgültig der EDV-Manager geworden, der mit seinen Mitarbeitern und seinem DV-Budget genausogut umgehen muß wie mit seinen Maschinen.

So jedenfalls sehen sich Amerikas EDV-Führungskräfte. Diese Feststellung fußt auf einer Umfrage, die von der Auerbach Corp., einem führenden US-Marktforschungsunternehmen, durchgeführt wurde. Ausgewertet wurden über 300 Antworten von DV-Leitenden aus rund 3000 Groß-Unternehmen, Forschungsinstituten und aus der Öffentlichen Verwaltung.

Titelvielfalt

Aus der bunten Palette amerikanischer Funktionsbezeichnungen wie "Manager of Information Systems", "Director of Corporate Systems", "Vice President, Data Processing Division" sowie "Data Processing Manager" ist letztgenannte die häufigste für den US-EDV-Boss. Keinen Zusammenhang konnte Auerbach zwischen Titeln und Unternehmensgröße feststellen, wohl aber zwischen den Funktionsbezeichnungen der jeweiligen Vorgesetzten und den sich daraus ergebenden hierarchischen Einstufungen der EDV-Manager: Vormals war es üblich, daß ein DV-Chef einem Leitenden des Finanzwesens berichten mußte. Heute dagegen ist es vielfach so daß er der Geschäftsleitung direkt unterstellt ist, nicht selten sogar dem "obersten Kriegsherrn" selbst.

Hohe Fluktuationsrate

67 Prozent der befragten amerikanischen DV-Führungskräfte sind bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber weniger als acht Jahre beschäftigt: das läßt auf eine relativ hohe Fluktuationsrate schließen. Allerdings ist diese noch niedriger als die der unterstellten Mitarbeiter.

Durchschnittsalter der Befragten: 71 Prozent der DV-Leitenden sind zwischen 30 und 44 Jahre alt und kamen vor etwa eineinhalb Jahrzehnten zur Datenverarbeitung. Fast 23 Prozent der EDV-Bosse gibt an, das Studium mit dem akademischen Grad eines "Masters" abgeschlossen zu haben, was etwa einem deutschen Diplom entspricht.

Erstaunliche Antworten gab es in bezug auf die berufliche Fortbildung der leitenden Datenverarbeiter. Sehr viele US-Unternehmen werten EDV-Weiterbildungskurse, besonders wenn sie während der Arbeitszeit stattfinden, als "unproduktiv". So sind amerikanische EDV-Chefs im allgemeinen gezwungen, sich allein durch Lesen auf dem laufenden zu halten.