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12.12.1997 - 

Microsoft-Neuerungen instabil und fehlerbehaftet

Technische Probleme verzögern NT 5.0 sowie Windows 98

Nach monatelangen Beteuerungen seitens Microsofts, Windows NT 5.0 werde termingerecht in der ersten Jahreshälfte 1998 erscheinen, muß die Gates-Company ihre Kunden nun vor den Kopf stoßen. Wie Gates kürzlich zu Protokoll gab, sei bis Mitte 1998 lediglich die Auslieferung der zweiten Betaversion von Windows NT 5.0 realistisch. Unternehmensnahen Quellen zufolge könnten die in den vergangenen Wochen zahlreich aufgetretenen Programmierfehler und unausgereifte Features sogar eine Verzögerung bis ins Jahr 1999 mit sich bringen.

Konkret hängt die Verspätung nach den Erfahrungen erster Tester mit der dürftigen Funktionalität einzelner Komponenten zusammen: So leide das Release beispielsweise an bescheidenen Plug-and-play-Fähigkeiten. Auch könne von einer akzeptablen Implementierung des Verzeichnisdiensts "Active Directory" noch keine Rede sein. Alles in allem, so das Resümee von Experten, mache das gesamte Produkt einen äußerst instabilen Eindruck.

Ein ähnliches Dilemma droht offensichtlich auch Interessenten des Desktop-Ablegers Windows 98. Während die dritte Betaversion ursprünglich für September geplant war, soll dieses Interims-Release neuesten Informationen zufolge nun nicht mehr vor Ende 1997, die endgültige Ausführung dann Mitte 1998 erscheinen. Auch an der Verspätung der Desktop-Version seien technologische Mängel schuld.

Schockiert dürften vor allem interessierte IT-Abteilungen angesichts der neuen Strategie rund um das "Zero Administration Kit" (ZAK) reagieren. Nachdem Microsoft noch im August dieses Jahres davon gesprochen hatte, ZAK mit Windows 98 ausliefern zu wollen, ist die Integration des "Thin-Client-Killers" nun unwahrscheinlich geworden. Mit ZAK sollten vor allem Administratoren mehrerer Windows-Desktops eine bessere Kontrolle und Verwaltbarkeit der einzelnen im Unternehmen genutzten Rechner erhalten. Ebenso wurden kurzerhand Funktionen für das Fern-Booten und das sogenannte Caching im Netzwerk gestrichen. Fazit: Die Administration von Windows-98-Clients wird sich wesentlich mühsamer gestalten als die unter NT-5.0-Workstations, räumte selbst Microsoft-Manager Holden ein. Da Windows 98 jedoch sowieso nur im Heimbereich zum Einsatz komme, wirke sich dieses Manko kaum störend aus.

Dafür soll die Betaversion 3 von Windows 98 mit drei gänzlich neuen - ironischerweise ausschließlich für Unternehmen vorgesehenen - Komponenten ihr Debüt feiern: "Batch 98", "System Imager" sowie "INF Configuration Tool". Sämtliche Add-ons sollen vor allem Firmen dabei unterstützen, das Betriebssystem einfacher in bestehende IT-Umgebungen einzubinden.