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03.12.1993

Technologie-Einsatz gilt als Schluesselfaktor fuer den Erfolg Europas Banken investieren in Fuehrungs-Informationssysteme

FRANKFURT/M. (CW) - Wenn europaeische Banken in IT investieren, dann geniessen Management-Informationssysteme hoechste Prioritaet. Einer Marktuntersuchung zufolge liegen Systeme fuer das Risiko- Management auf dem zweiten Rang.

Europas Banken sehen Informationstechnologie als Schluesselfaktor fuer den Erfolg. Vor allem Fuehrungs-Informationssysteme geniessen hohes Ansehen: Immerhin 58 Prozent der europaeischen und 51 Prozent der deutschen Banken setzen sie schon heute ein. Bis zur Jahrtausendwende rechnen die Analysten mit einem Anteil von 97 Prozent auf europaeischer und 94 Prozent auf deutscher Ebene.

Die Berater von Andersen Consulting, Sulzbach bei Frankfurt, stuetzen sich mit diesen Angaben auf eine Befragung von insgesamt 400 europaeischen Banken. Die Untersuchung wurde gemeinsam mit der Steuerberatungs- und Wirtschaftspruefungsgesellschaft Arthur Andersen sowie der Londoner Firma Economist Intelligence Unit durchgefuehrt.

Dabei zeigte sich unter anderem, dass IT-Systeme fuer das Back- office-Geschaeft sowie Werkzeuge zur Entscheidungsunterstuetzung im Front-office-Bereich in der Prioritaetenhierarchie erst an dritter beziehungsweise vierter Stelle folgen.

So versprechen sich fuer ihr Back-office-Geschaeft 46 Prozent der deutschen und 33 Prozent der europaeischen Fuehrungskraefte vom IT- Einsatz eine erheblich groessere Effizienz. Eine immerhin noch "moderate" Leistungssteigerung erwarten weitere 43 Prozent der deutschen und 55 Prozent der europaeischen Banker.

Deutsche Banken sind etwas konservativer

Computergestuetzte Simulationen und Finanzierungsmodelle nutzen in Europa 52 Prozent, in Deutschland nur 37 Prozent der Banken. Auch hier, so prognostizieren die Analysten, wird der Anteil im In- und Ausland die 90-Prozent-Grenze bis zum Jahr 2000 ueberschreiten.

Wachstumsmaerkte sind ferner das Electronic Publishing, die Online- Abfrage von Bankinformationen durch den Kunden, die interaktive Telekommunikation, Kundenkarten (Smart Cards), Image-Verarbeitung, Video-Telekonferenzen, automatische Handelssysteme sowie Pen- Computing. Die Schalterdienste deutscher Banken scheinen sich staerker zu wandeln als im uebrigen Europa. Laut Untersuchung erwarten hierzulande 40 Prozent der Fuehrungskraefte, dass kuenftig mehr als 80 Prozent der Finanztransaktionen ueber Geldautomaten abgewickelt werden.

Die Zukunft gehoert den Geldautomaten

Diese Zahl ist doppelt so hoch wie in anderen europaeischen Laendern. Rund ein Drittel der Befragten gehen im In- und Ausland gleichermassen davon aus, dass bis zum Jahr 2000 Bankautomaten mit Spracherkennungssystemen im Einsatz sein werden. Eine Arbeitsplatzreduzierung, beguenstigt durch die fortschreitende Technisierung, ist nach den Umfrageergebnissen kuenftig auch in der Finanzwelt unvermeidlich. Vor allem im Bereich der "Handelsabwicklung" werde es zum Abbau von Arbeitsplaetzen kommen, meinen 75 Prozent der europaeischen und 68 Prozent der deutschen Fachleute.

Genau 300 von 400 befragten Banken planen, in den naechsten Jahren ihre Technologieinvestitionen weiter zu erhoehen. Allerdings fuehlt sich ein Viertel der Unternehmen nicht in der Lage, den Nutzen dieser Ausgaben zu quantifizieren. Immerhin sehen mehr als 15 Prozent der Fuehrungskraefte das Topmanagement als Hindernis fuer IT- Investitionen an.