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03.09.1976 - 

Welche Statistiken sollte man führen?

(Teil 1 - Bereich der Projektrealisierung)

Man sollte zur Beantwortung dieser Frage von dem Grundsatz ausgehen, daß man diejenigen Statistiken führen sollte, mit denen man einen Organisationsbereich wirkungsvoll führen kann. Hierbei handelt es sich um folgende Statistiken:

Personalstatistik

Man wird immer wieder vom Management gefragt, wieviel Organisatoren, Programmierer etc. man beschäftigt. Dahinter verbirgt sich die Frage, ob in den letzten Monaten oder Jahren Personal aufgesteckt worden ist. Auf solche Fragen sollte man gerüstet sein, indem man eine Personalstatistik nach Personenanzahl und Mitarbeiterkategorie führt. Es hängt von der Organisationsstruktur des Organisations- und EDV-Bereiches ab (Organisation und Programmierung getrennt oder in Projektgruppen), nach welchen Kategorien man trennt. Es wird jedoch immer wieder danach gefragt, wieviel Mitarbeiter man in der Projektrealisierung beschäftigt. Hier sind auch eventuell miteingesetzte Berater mit einzusetzen. Jedes Unternehmen achtet mehr oder weniger stark auf die Kopfzahlen des ORG/EDV-Bereichs. Dies kann um so stärker beobachtet werden, je größer der Bereich ist.

Überstundenstatistik

In jedem ORG/EDV-Bereich sind Überstunden ein leidiges Kapitel, das argwöhnisch vom Personalbereich betrachtet wird. Hier sollte man zumindest - über eine aussagefähige Überstundenstatistik verfügen. So kann man zumindest vorbeugend analysieren, wenn die Anzahl der Überstunden einen steigenden Trend verzeichnet. Zudem sollte man versuchen, den wahren Ursachen der Überstunden auf den Grund zu gehen. Nicht immer sind diese betrieblich begründet. Mitunter ist auch eine schräge Gehaltsstruktur Ursache steigender Überstunden.

Kosten des ORG/EDV-Bereichs

Durch das innerbetriebliche Rechnungswesen wird nur in wenigen Fällen ein exakter Verlauf der EDV-Kosten über mehrere Jahre ermöglicht, so daß man gezwungen ist, sich diesen Kostenverlauf selbst aufzuzeichnen. Hierin liegt für kostenbewußte EDV-Leiter durchaus - eine Chance, wie sie ihrer Geschäftsleitung klarmachen können, daß die Kosten etwa gleichgeblieben sind (und das über mehrere Jahre), die Leistungen der Organisation und EDV aber vielleicht um das Dreifache gestiegen sind. , Derartige Fälle sind durchaus keine Seltenheit.

Programmänderungen nach Bereichen

In jedem Organisations- und EDV-Bereich lohnt es sich, die Programmänderungen, Ergänzungen und Erweiterungen von Programmen statistisch zu verfolgen. Nur durch konkretes Zahlenmaterial gelingt es, die Fachbereiche dahingehend zu bearbeiten, daß man mit dem überdimensionalen Änderungsdienst Schluß machen muß. Basis einer derartigen Statistik ist allerdings eine Erfassung aller Änderungswünsche durch eine zentrale Stelle. Das Verfahren hierzu wurde im Scholz-Report 12/75 .bereits eingehend dargestellt. Es leuchtet den meisten Fachbereichen ein, daß Termine für Projekte gefährdet werden, wenn permanent Änderungswünsche an alten Systemen geäußert werden. Zunächst streiten die meisten Bereiche ab, daß sie überhaupt Änderungen aufgegeben haben. Hier muß man den Fachbereichen entgegentreten. Eine Statistik der Programmanforderungen nach Bereichen kann dazu beitragen, daß man sich wieder in Ruhe seiner Arbeit widmen kann (nämlich der Realisierung neuer lukrativer Projekte).

Projekte nach Bereichen

Man sollte statistisch aufzeigen, wie man Projekte realisiert hat. Dazu gehören auch die vielen Kleinigkeiten, die man in der Organisation en passant realisiert. Es lohnt sich, diese Dinge, aus der Sicht der Anzahl und des Aufwandes im Zeitverlauf aufzuzeigen.

Online-Kapazität

In den letzten Jahren hat die Kapazität an Plattenspeichern bei den einzelnen Installationen gewaltig zugenommen. Man sollte die Entwicklung der einzelnen zentralen Dateien statistisch beobachten. Viele Bereiche beobachten argwöhnisch das Ausweiten der EDV, es empfiehlt sich, daß man rechtzeitig Zahlen parat hat, um den Fachbereichen zu beweisen, daß die Kapazitätserweiterungen im wesentlichen darauf zurückzuführen sind, daß die Dateien aus der Sicht des Umfangs und der Anzahl stark gewachsen sind. Dies kann ebenso als Begründung für die steigenden EDV-Kosten angesehen werden. Querverbindungen zur , Kostenstatistik sind dabei von großem Interesse.