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Control Data und Trilogy unterzeichnen Vertrag:


06.04.1984 - 

Teilhaber an Halbleiter-Technologie

LONDON (VWD) - Die Control Data Corp. wird an der künftigen Halbleiter Technologie der Trilogy Ltd. teilhaben. Dies sieht ein zwischen beiden Unternehmen geschlossener Vertrag vor. Ähnliche Vereinbarungen hat Trilogy bereits mit Sperry. CII-Honeywell Bull und DEC getroffen. Trilogy wird Control Data zunächst zwei Millionen Dollar zahlen und danach Royalities aus sämtlichen Einnahmen, die das Unternehmen aus dem Verkauf von Trilogy-Produkten erzielt, abführen.

Trilogy, die nach eigenen Angaben 240 Millionen Dollar von einer Reihe von Investoren und Anlegern im Wege von -kreativen Finanzierungsarrangements erhalten hat, investiert rund 55 Millionen Dollar in die Entwicklung ihrer IBM-kompatiblen Halbleiter-Technologie. Durch die besonderen Vereinbarungen mit den Financiers der Gesellschaft in der Form einer "research and development limited partnership" profitieren sie einerseits von Steuervorteilen, während das Unternehmen andererseits von eventuellen Forderungen der Gläubiger geschützt bleibt.

Die halbstaatliche irische Behörde zur Förderung von Industrieansiedlungen (IDA) hat Trilogy zugesagt, ihr bei der Einrichtung eines Werks in der Republik Irland behilflich zu sein. Neben einem Grundstück wurdem dem Unternehmen 18 Millionen Dollar Startkosten zugesagt. Trilogy, von dem ehemaligen Amdahl-Gründer, Gene Amdahl, ins Leben gerufen, wollte seinen "Supercomputer" ursprünglich in der zweiten Jahreshälfte 1984 vorstellen. Nach den letzten Planungen dürfte es allerdings Mitte 1986 werden. Die Schwierigkeiten werden in der Branche auf die Ambition von Trilogy zurückgeführt, eine neue Chiptechnologie mit der Beziehung "wafer scale integration" zu entwickeln.

Anstatt Hunderte einzelner Mikrochips zu verwenden, will Trilogy Superchips einsetzen, die jeweils bis zu 30 herkömmliche Halbleiter ersetzen. Erst im Januar hatte die Gesellschaft Schwierigkeiten bei der Entwicklung bekanntgegeben. Obwohl das Problem überwunden zu sein scheint, hat sich mittlerweile herausgestellt, daß die Lösung mit einer wesentlichen Verminderung der Leistungsfähigkeit bekanntgegeben. Obwohl das Problem überwunden zu sein scheint mittlerweile herausgestellt, daß die Lösung mit einer wesentlichen Verminderung der Leistungsfähigkeit des Chips einhergeht. Deshalb überdenkt Trilogy derzeit seine Strategie. Statt einer einzigen Computereinheit werden eventuell zwei dual geschaltete Einheiten entwickelt.

Jede Verzögerung der Trilogy-Pläne kostet Marktanteile, denn IBM dürfte nach Einschätzung von Branchenkennern bereits im nächsten Jahr ihren eigenen Supercomputer. "Sierra" vorstellen.