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03.04.1992 - 

Terminal-Anbieter halftert Motorola ab

Tektronix setzt bei X-Terminals auf RISC-CPUs von Mips Computer

KÖLN (CW) - Mit einer neuen X-Terminal-Modellreihe auf Basis des Mips-RISC-Prozessors und eines Grafik-Chips von Texas-Instruments (TI) traf Tektronix eine Technologieentscheidung, die für Motorolas CISC- und RISC-CPUs einmal mehr das Aus bedeutet.

Für die bisherige Top-Linie "XP20" - ausgerüstet mit den CISC-CPUs 68030 des Telekommunikations und Halbleiter-Spezialisten Motorola aus Schaumburg im US-Bundesstaat Illinois - heißt dies, daß sie nicht auf die 68040-Chips hochgerüstet wird. Aus Unternehmenskreisen des Terminal-Herstellers war ferner zu hören, daß auch der RISC-Baustein 88000 von Motorola für neue Produktlinien nicht in Frage komme. Zum einen sei er nicht weit genug verbreitet, um größeres Marktinteresse zu erzeugen, was sich vor allem auch auf das Engagement von Software-Entwicklern auswirken dürfte. Zudem gehe man davon aus, daß dem 88000 in puncto Leistung sowie Kostenentwicklung keine große Zukunft bevorstehe.

Mit den X-Terminals zielt Tektronix vor allem auf Anwender, die in den technisch-wissenschaftlichen Bereichen CAD, CAM, CIM, EDA, Geowissenschaften, automatisierte Kartografie, Prozeßsteuerung sowie in der Datenanalyse engagiert sind. Neben der mit der Motorola-CPU bestückten XP20-Familie führt Tektronix darüber hinaus noch die für den kommerziellen Sektor positionierten XP10-Modelle.

Die Monitore der XP330-Terminals sind in Doppelprozessor-Architektur ausgelegt: Die mit 20 Megahertz getaktete Mips-RISC-CPU ist zuständig für Netzverwaltungs-I/O-Aufgaben, während der hierauf spezialisierte 34020-Chip von TI sich um die Grafik kümmert.

Von den für den Einsatz im industriellen Umfeld gerüsteten Monitoren - die Terminals werden in einer staub und wassergeschützten Version angeboten -, bieten drei Farbausgabe, lediglich beim Modell XP334 handelt es sich um ein Graustufenmodell. Als Window-Manager stehen verschiedene Optionen zur Verfügung (siehe Kasten), Motif ist allerdings von Haus aus als sogenannter lokaler Client im ROM gespeichert .

Neben der Vorstellung der XP330-Terminal-Familie umriß Tektronix auch seine zukünftigen Unternehmensziele: Danach hat man sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 1994 größter unabhängiger X-Terminal-Anbieter zu sein. Momentan rangiert Tektronix in der Hitliste der X-Terminal-Anbieter hinter Network Computing Devices (NCD), Hewlett-Packard und DEC an vierter Stelle.