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17.08.2010

Tele Columbus verspürt keinen Zeitdruck bei Asset-Verkauf - Kreise

Von Matthias Karpstein DOW JONES NEWSWIRES

Von Matthias Karpstein DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus sieht sich Kreisen zufolge nach den gescheiterten Verkaufsgesprächen mit Kabel Deutschland beim Verkauf seiner Vermögenswerte nicht zum schnellen Handeln gedrängt. "Es gibt keinen Zeitdruck, weil das Geschäft eigenständig profitabel läuft", sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Dienstag zu Dow Jones Newswires. Auf der Suche nach Käufern für das Unternehmen oder Teile davon sei Tele Columbus aber weiterhin. "Wenn sich langfristig ein Käufer findet, werden die Eigentümer nicht abgeneigt sein", erklärte die Person.

Seit dem Jahreswechsel gehört die Tele-Columbus-Gruppe einer unabhängigen Beteiligungsgesellschaft, die von der Düsseldorfer Finanzagentur Nikolaus&Co geführt wird. Die neuen Eigentümer hatten zum Start erklärt, Tele Columbus entschulden, restrukturieren und dann einen "marktgerechten Unternehmenswert" erreichen zu wollen.

Tele Columbus hatte Ende Juli angekündigt, der Abschluss der Finanzrestrukturierung stehe bevor, danach sei der Kabelnetzbetreiber gerüstet für eine "Fortsetzung der eigenständigen Marken- und Produktstrategie", könne also auf eigenen Beinen stehen. Daher konzentriere man sich auf den Ausbau der eigenständigen Aktivitäten.

Zuletzt hatte Tele Columbus mit Branchenführer Kabel Deutschland Verkaufsgespräche geführt, diese Kreisen zufolge aber wieder abgebrochen, weil den Gläubigern der gebotene Preis zu niedrig erschien.

Tele Columbus hat sein Kerngebiet in Ostdeutschland, lediglich 24% der Kunden befinden sich in den alten Bundesländern. Derzeit treibt Geschäftsführer Dietmar Schickel die regionale Fokussierung auf die ostdeutschen Bundesländer weiter voran und trennt sich von Anschlüssen in Westdeutschland. Nachdem jüngst 43.000 Anschlüsse in Baden-Württemberg an den regionalen Anbieter Kabel BW abgegeben wurden, hat Tele Columbus nun sein Ostdeutschland-Geschäft weiter ausgebaut.

Mit dem Immobilienunternehmen Gagfah hat Tele Columbus Verträge für die langfristige Versorgung von 50.000 Wohnungen geschlossen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Davon befinden sich 40.000 Wohnungen in Dresden, 10.000 weitere in Berlin. Die Hälfte der Dresdner Wohnungen gehörte bereits zum Kundenstamm von Tele Columbus, die Verträge wurden aber nun verlängert.

Nach dem Verkauf von 43.000 Anschlüssen an Kabel BW kommt Tele Columbus mit den Gagfah-Verträgen wieder auf rund 2,3 Mio angeschlossene Haushalte und liegt damit bei der Kundenzahl gleichauf mit den Baden-Württembergern. Kabel-BW-Geschäftsführer Harald Rösch hatte jüngst im Interview mit Dow Jones Newswires erklärt, sein Unternehmen habe kein Interesse am Einstieg bei Tele Columbus und sei auch nicht an den Netzen des Konkurrenten Primacom interessiert.

Webseite: www.telecolumbus.de -Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 89 55214030, matthias.karpstein@dowjones.com DJG/mak/kgb/brb

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