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07.11.1997 - 

Lernen via Videokonferenz

Telecoaching und Ergonomie

Telecoaching bedeutet soviel wie die optimale Beratung und Fernvermittlung von Information unter Zuhilfenahme von multimedialen Techniken. Der Gründer und Geschäftsführer des "European Telecoaching Institutes", Jan Peschka, Studienleiter Theodor Pindl und der wissenschaftliche Begleiter und Aufsichtsratsvorsitzende Rudolf Krause beschäftigen sich im Rahmen eines nationalen und internationalen Verbundes unter dem Titel "Comutech" mit drei Projekten:

- Seminare für Existenzgründer in Form von abendlichem Tele- coaching per ISDN-PC-Videokonferenz;

- Beratung von kleineren und mittleren Unternehmen in Fragen der Telekommunikation und Multimedia, gleichfalls mit dem Schwerpunkt Videokonferenz sowie

- Erarbeitung und Bereitstellung von Forschungsergebnissen aus den beiden erstgenannten Projekten.Fördermittel hierzu kommen aus den Töpfen des Bundesministeriums für Forschung und Technologie, dem Europäischen So- zialfonds und der Siemens-Zweigniederlassung Freiburg.

Im Rahmen eines eintägigen Kongresses im September in Freiburg wurden die Projektergebnisse vorgestellt. Horst Mayer, Leiter der "Forschungsstelle Streß" an der medizinischen Universitätsklinik Freiburg, befaßte sich in seinem Vortrag mit der visuellen Belastung am Bildschirm. Je geringer die Freiheitsgrade und je größer der Zeitdruck, je monotoner und stupider die Arbeit am PC sei, desto eher komme es zu Beschwerden, die außerdem durch eine schlechte Anpassung zwischen Arbeitsaufgabe, Arbeitsmitteln und Augen erklärbar seien.

Auch das Fehlen der richtigen Brille verhindere ein entspanntes Sehen. Dies, so Mayer, sei jedoch die Voraussetzung für die wirksame Nutzung ergonomischer Büromöbel. Wenn etwa eine bequeme Sehhaltung zwar möglich, jedoch der Abstand zum Monitor zu gering sei, folgten Nacken- und Schulterprobleme unweigerlich. Im Verhaltenstraining, wie es die Freiburger Physiotherapeutin Uta Reiber-Gamp im Rahmen von Comutech zeigte, lasse sich ergonomisch einwandfreies Arbeiten am Bildschirm üben.

Das Gesetz

Virtuelle Unternehmen kennzeichnet für Klaus Hock, Professor an der Fachhochschule Kehl, eine Arbeitsform, bei der die Mitarbeiter zumindest teilweise von zu Hause aus, in Telecentren oder an anderen dezentralen Orten tätig sind. In der Regel bilden die Beschäftigten Ad-hoc-Teams zur Lösung bestimmter begrenzter Aufgaben. Sie arbeiten mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien, wobei es auf das Arbeitsergebnis und nicht auf die Anwesenheitszeit ankommt.

Für die Einhaltung von Arbeitsschutzrechten wie etwa der Bildschirmarbeits-Verordnung liegt die Verantwortung beim Arbeitgeber, wenn zwischen ihm und dem Arbeitnehmer ein Abhängigkeitsverhältnis besteht. Diese Abhängigkeit kann auf dem schriftlich oder mündlich ausgedrückten Rechtswillen beruhen, miteinander zu arbeiten. Aus einem solchen Rechtsverhältnis gemäß Paragraph 611 BGB (Dienstvertrag) oder gemäß Paragraph 631 BGB (Werkvertrag), resultieren mögliche Verpflichtungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, gleichrangige und nachgeordnete Gesetze und Rechtsverordnungen zum Arbeitsschutz anzuwenden.

*Hildegard Schmidt ist freie Journalistin in Diekholzen.