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12.12.1986

Telecom-Kater und CIM-Aprilscherz

Jetzt kommt das Schlagwort CIM auch in Hannover in Mode. Die Ausstellungsleitung will beweisen, daß der Zeitgeist nicht an ihr vorübergegangen ist - oder sie muß zugeben, daß die Kritiker der Teilung von Fertigungs- und Bürobereich so unrecht nicht hatten. Doch gar so konsequent ist der partielle Rückzug von der reinen White-collar-Messe nach erst einem Jahr auch wieder nicht ausgefallen.

Die CeBIT-Verantwortlichen wittern nämlich ihre Chance, positiven Publicity-Wirbel zu erzeugen, vor allem darin, die Telekommunikation als zentrales Thema zu forcieren. Im Zuge einer Marketingaktion, die ein Radioteleskop als Sinnbild für den Telecom-Bereich strapaziert, wurde aus dem CeBIT - als Variante 87 - das "Welt-Centrum Büro - Information - Telekommunikation. Da paßt wenigstens das Kürzel wieder.

Die verbalen Kapriolen der Messe-AG können aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Mehrzweckhalle im Windschatten der heiligen Halle nicht die Probleme der Spaltung löst. Mit 10000 Quadratmetern beträgt ihr Anteil an der Ausstellungsfläche gerade fünf Prozent - zuwenig, um alles das praxisnah zu zeigen, was zu einem echten Zusammenwachsen der verschiedenen Anwendungsgebiete dazugehören würde.

Bei den Betroffenen gilt die "Intermatic"-CeBIT-CIM-Halle als Alibi; sie kann die vor allem für mittelständische Aussteller und Besucher ärgerlichen Auswirkungen des Messesplittings höchstens lindern. Auf kleinere Unternehmen war das Angebot ohnehin nicht zugeschnitten - ein "doppeltes Hannover" würde für sie schon vom Personalaufwand her die Grenzen der Belastbarkeit überschreiten.

Die Anwender müssen sich also frühzeitig genau informieren, ob sie Lösungen für ihre Problemstellungen eher im ersten oder im zweiten Block finden. Zyniker reden schon heute nur noch von der Katermesse am Aschermittwoch (erster CeBIT-Tag: 4. März) und dem "Aprilscherz" (erster Industriemesse-Tag: 1. April). In der Tat: Diese Terminplanung ist kein Witz.