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08.12.1989 - 

Hard- und Software-Lösung mit integriertem Grafik-Editor

Telefax-Zugang jetzt auch für vernetzte Mikrocomputer

KlRCHHEIM (CW) - Bei den bisher vorliegenden PC/Fax-Lösungen müssen sich die Mitarbeiter in einer Abteilung oder auch einer ganzen Firma weiterhin um ein Endgerät scharen. Mit der jüngst von mps Software aus Kirchheim vorgestellten Twinfax-Net-Version werden nun auch Telefax-Möglichkeiten für PCs in einem Netzverbund angestrebt.

Die direkte Abwicklung des Fax-Betriebes vom Mikrocomputer erfolgt über ein spezielles Gateway in Form einer AT-Karte. Diese Platine betreibt den PC parallel zum bestehenden Fax-Anschluß an einer bestehenden ADO8- oder TAE-Dose, übernimmt den zeitgesteuerten Versand von Dokumenten und managt die Ablage eingehender Fernkopien auf dem Netzwerk-Server. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um einen Haupt- oder einen Nebenanschluß handelt: Die Fax-Karte beherrscht Ton- und Impulswahl, Amtsholung über Flash, Erdtaste und Nummernvergabe. Für ein- und ausgehende Faxe wird gegebenenfalls auch ein Fehlerprotokoll generiert. Die aktuelle Entwicklung kann in einem Fenster auf dem Bildschirm eingeblendet werden.

An den einzelnen Arbeitsplätzen stellt sich Twinfax-Net in gewohnter Weise dar. Zur Texterstellung dient die jeweils verfügbare Bürokommunikations-Software. Als Hilfen stehen daneben ein grafischer Editor, ein Adreß- und Rufnummernverzeichnis, je ein Sende- und Empfangsjournal und Fehlerlogodateien zur Verfügung.

Für Faxgeräte der Gruppe 3

Die Übertragungsgeschwindigkeit paßt sich der Leitungsgüte an, das heißt, die Übertragung startet mit 9600 Baud und wird bei Leitungsproblemen über die Stufen 7200 und 4800 auf 2100 Bauds abgesenkt.

Twinfax, das als Einzelplatz-Version mit der Zulassungsnummer P200120X bereits seit Anfang diesen Jahres auf dem Markt ist und sich für Faxgeräte der Gruppe 3 eignet, verarbeitet die gängigen Text- und Grafikpakete. Für die Menü-Bedienung kann der Anwender eine Maus zu Hilfe nehmen. Die Tastaturbelegung orientiert sich am SAA-Standard. Zu Unternehmen, die laut mbs bei Twinfax schon angebissen haben, gehören unter anderem Daimler-Benz, Siemens, Nixdorf, SEL, Datev, Hoechst, SAP, BMW, die Deutsche Bank und das Touristikunternehmen Tjaereborg. Der Preis für die Einzelplatz Version liegt bei 2650 Mark plus Mehrwertsteuer. Für die Gateway Lösung, die nach mps-Angaben keiner Extra-Zulassung bedarf, werden bei einer Ausbaustufe mit vier PCs 3950 Mark veranschlagt. +

Faxbetrieb unter neuen Vorzeichen

Der Boom im Telefax-Bereich kennt offensichtlich keine Grenzen: Der Dienst ist selbst beim Ost-West-Gipfel zwischen US-Präsident George Bush und dem sowjetischen Staats- und Parteichef Michael Gorbatschow unverzichtbar, die Geräte stammen aus Japan von Konica.

In der Bundesrepublik kletterten die Anschlußzahlen nach einer Verdopplung von '86 bis '8 7 auf 374 097 Ende Oktober diesen Jahres.

Die neue Fax-Selbstverständlichkeit ist Indiz dafür, daß Anwender sich nicht beliebig mit hochtrabenden Standards abspeisen lassen

Auch der PC - leicht bedienbarer Tausendsassa für den einen, "Möchtegern" für den anderen - sucht Anschluß an den attraktiven Postdienst. Die Telecom erweist bis jetzt allerdings nur dem PC-Anbieter wirklich ihre Gunst, der gewillt ist, eine Hardcopy-Einheit mit Non-Stop-Bereitschaft als Mitspieler bei der PC/Fax-Allianz zu dulden. Hier steht jedoch in Kürze eine Änderung ins Haus.

Darüber hinaus fällt ins Gewicht, daß die Szene von Einzelplatzsystemen, wie sie unter anderem Comtex, Digitronic, NES, AEG Olympia oder Data Computer Systems anbieten, beherrscht wird.

Das Kirchheimer Softwarehaus mps bemüht sich nun dar um, mehrere PCs unter seine Fittiche zu nehmen. Ein erster Ansatz, um eine Brücke zwischen Inhouse-Netzen und Telefax zu schlagen und um lästige Wartezeiten im Büro zu vermeiden. sch