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07.02.1997 - 

Neue Lösung von Micom

Telefonate über IP-Netze können Geld sparen

"Voice-over-IP" (V/IP) nennt der Hersteller die Technologie, die herkömmliche Telefon- und Faxsysteme über IP-LANs und WANs hinweg miteinander verbinden kann. Für die Implementierung des Systems im Unternehmen reicht nach Aussagen von Micom schon ein gewöhnlicher Rechner mit 386- oder 486-Prozessor aus: Je nach Bedarf nimmt das Gerät eine oder mehrere der Adapterkarten auf. Der PC kann "dedicated", also speziell hierfür vorgesehen, oder aber auch "shared" sein; in diesem Fall kann der Rechner gleichzeitig wie jeder andere Client zur Ausführung normaler Anwendungen benutzt werden. Vorhandene Telefonanlagen werden an die Karten angeschlossen, diese anschließend mit dem IP-Netz verbunden.

Nach der Installation der V/IP-Software wird bei Telefonaten innerhalb des Unternehmens das vorhandene IP-Netz statt der öffentlichen Leitungen benutzt, was besonders kostensparend wirkt, wenn von einem Standort beispielsweise über eine Festverbindung hinweg mit einer anderen Niederlassung eines Unternehmens kommuniziert wird. Auch ist es laut Micom möglich, von Standort A nach Standort B zu telefonieren, dort in das öffentliche Telefonnetz zu wechseln und so ebenfalls Gebühren für Fernverbindungen zu sparen.

Um im Unternehmen in das V/IP-Netz zu gelangen, wird über Telefon eine vorher bestimmte Zahl gewählt. Als nächstes wird ein Kürzel für den anzurufenden Standort und den gewünschten Anschluß getippt, den man erreichen möchte, wobei alle diese Zahlen frei bestimmt werden können. Alles weitere funktioniert wie bei einem normalen Telefonat respektive einer Faxsendung.

Die Qualität der Sprachübertragung über V/IP ist Micom zufolge der über öffentliche Telefonnetze vergleichbar. Verzögerungen sollen dadurch vermieden werden, daß das Produkt bevorzugendes IP-Routing der führenden Router-Hersteller unterstützt, Sprach- und Faxdaten also eine höhere Priorität zuweist.

Sprachübertragung ohne Verzögerung

Über 8-Kbit/s-G.729-Kompression und Unterdrückung der übertragungsfreien Zeiten während Gesprächen soll sichergestellt werden, daß die Lösung vorhandene Netzbandbreiten nicht übermäßig belastet. Gerade 2,5 Prozent einer 56/64-Kbit/s-Leitung soll V/IP im Durchschnitt beanspruchen.

Micoms Lösung funktioniert unter Netware, MS-DOS, Windows 95 und NT. Derzeit gibt es die Karten in der analogen Ausführung mit einem oder zwei Kanälen, bis zum Ende des dritten Quartals 1997 will Micom aber auch digitale Ausführungen seiner Karten anbieten, die über 24 oder 30 Kanäle verfügen werden. Der Preis liegt pro Kanal zwischen 1680 Mark (30-Kanal-E1-Digital) und 2184 Mark (Ein-Kanal-Analog-Ausführung).