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04.01.2005

Telefonate zum Handy bleiben weiterhin teuer

Die Reg TP hat die Gebühren für Anrufe aus dem Festnetz nur wenig gesenkt.

Die jüngste Entscheidung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP), die Terminierungsentgelte (diese fallen an, wenn ein Telefonat im Netz eines anderen Carriers endet) pro Gespräch vom Festnetz zum Handy lediglich um drei Cent auf 14,90 Cent zu senken, stößt bei den regionalen und lokalen Telefongesellschaften auf harsche Kritik. So bewertete Peer Knauer, Präsident des Verbandes der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften (Breko), den Beschluss als eine "Schein-Entgeltregulierung".

Mit der Entscheidung folgte die Reg TP im Wesentlichen einem Antrag von E-Plus, die Terminierungsentgelte nur um wenige Cent abzusenken. Darauf, so der Breko, hätten sich die vier Mobilfunkbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 bereits Mitte 2004 mit der T-Com geeinigt. Während die Reg TP dies als "Zeichen eines funktionierenden Wettbewerbs" begrüßte, erblicken die alternativen Festnetzbetreiber darin eine "kartellähnliche Preisabsprache", die zu Lasten der T-Com-Konkurrenten gehe. "Wir sehen nicht ein, die Geschäftsmodelle der Mobilfunkbetreiber auf dem Rücken unserer Unternehmen weiterzufinanzieren", zeigt sich Knauer erzürnt.

Die alternativen Netzbetreiber ärgert besonders, dass sie hohe Terminierungsentgelte an die Mobilfunker bezahlen müssen, wenn einer ihrer Kunden aus dem Festnetz ein Handy anruft, umgekehrt die Handy-Nutzer aber etwa bei E-Plus für nur drei Cent ins Festnetz telefonieren. Wenn dieser Preis kostendeckend sei, so Knauer, dürfe das Entgelt für ein Telefonat vom Festnetz zum Handy ebenfalls nur wenige Cent betragen. Deshalb vermutet der Breko, dass die hohen Terminierungsentgelte von den Mobilfunkern zur Querfinanzierung der Tarife für ihre eigenen Kunden genutzt werden. (hi)