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27.03.1992 - 

US-Behörde vergibt Großauftrag

Telefongigant AT&T bringt die IBM um einen Milliardenauftrag

NEW YORK (CW) - Die US-amerikanische Behörde Internal Revenue Service (IRS) hat der AT&T Company endgültig den Zuschlag für einen Vertrag über 1,4 Milliarden Dollar erteilt.

Damit hat die Steuerbehörde nicht nur die Angebote der Mitbewerber IBM und der Lockheed Missiles & Space Company Inc. ausgeschlagen, sie hat sich auch über deren Proteste hinweggesetzt.

Obwohl AT&T den höchsten Preis verlangt hatte, erhielt das Unternehmen doch noch den Großauftrag und steht nun vor der Aufgabe, die Regierungsbehörde mit einer angemessenen DV-Umgebung ins 21. Jahrhundert zu führen. Die Mitbewerber hatten im Juli letzten Jahres dagegen Einspruch erhoben, daß AT&T als Vertragspartner ausgewählt worden war. Sowohl IBM als auch Lockheed präsentierten - zumindest auf den ersten Blick - günstigere Angebote.

Das Evaluationsverfahren wurde wiederholt, und wieder erhielt AT&T den Zuschlag. IRS-Sprecher Henry Holmes betonte, bei der Auswahl des Vertragspartners sei es nicht in erster Linie darum gegangen, das billigste Angebot anzunehmen. Vielmehr hätten technische Fähigkeiten, Management- und Support-Services, die Vermeidung hoher Folgekosten und die Auswirkung des jeweiligen Angebots auf die Arbeitsleistung der Behörde eine entscheidende Rolle gespielt.

Gefordert war ein integriertes Computersystem, das in der Lage sein sollte, die Milliarden von jährlich anfallenden Finanzinformationen und die millionenfach auftretenden Kommunikatiozisverbindungen innerhalb der Behörde sowie zwischen den Beamten und den Steuerzahlern zu bewältigen.

AT&T wird als Generalanbieter voraussichtlich etwa 3200 Minicomputer als Server sowie mehr als 50 000 Workstations verkaufen. Wie die US-Agentur "UPI" mitteilt, hat der Telefonriese die Pyramid Technology Corp. als Lieferanten der Server-Systeme gewonnen. Pyramid erhält damit als Subcontractor von AT&T einen Auftrag im Wert von 200 bis 300 Millionen Dollar.