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09.12.1988 - 

Dell Computer legt erste Zwischenbilanz vor:

Telefonmarketing für PCs erfolgreich

MÜNCHEN (ch) - Neue Marketingmethoden wie den Direktverkauf von Computern per Telefon hat Dell Computer vor wenigen Monaten erst in den deutschen Markt eingeführt. Der Erfolg der Start-up-Company widerlegt Skeptiker.

Diese hatten dem Unternehmen einen Fehlschlag prophezeit, weil nach ihrer Ansicht deutsche Anwender zu konservativ für Verkaufsgespräche ohne persönlichen Kontakt seien. Jetzt legte die im südhessischen Langen beheimatete deutsche Tochter des US-Herstellers eine erste Zwischenbilanz vor. "Wir haben Zusagen in einer Größenordnung erhalten, die ich nicht für möglich gehalten hätte", erklärte Geschäftsführer Peter Ammel. Allein im November habe sein Unternehmen Geräte im Wert von zwei Millionen Mark (bei einem Durchschnittspreis von 8192 Mark) verkauft. Von seiner Zielvorstellung von 1500 Systemen im Monat "wie in Großbritannien" ist Ammel damit freilich noch weit entfernt.

Neben dem Direktverkauf per Telefon legt sich das Unternehmen ein weiteres Standbein zu: Großkunden und VARs. Den Verkauf wollen die Langener außerdem mit einer umfangreichen Kundendatenbank fördern, die eine Analyse des Beschaffungsverhaltens ihrer Klienten ermöglichen soll. Damit will das Unternehmen bereits im Vorfeld von Aufrüstungsaktionen und Neubeschaffungen beim Kunden am Ball sein.

Den Service der Maschinen hat Dell mittlerweile dem Düsseldorfer Wartungsunternehmen Sorbus GmbH übertragen. Ausschlaggebend für die Entscheidung für Sorbus - auch Triumph-Adler war als Vertragsfirma im Gespräch - war nach Aussage von Ammel das Sorbus-Potential, flächendeckend in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu arbeiten.

Daneben stellte Dell einen neuen AT-Kompatiblen vor, das Modell 200. Dieser in den USA schon vor zehn Monaten eingeführte Typ ist mit VGA-Grafik, 640 KB Arbeitsspeicher und Monitor ausgerüstet. Optional kommen Festplatten zwischen 20 und 150 MB, Hauptspeichererweiterungen bis 16 MB und diverse Disketten- oder Streamerlaufwerke hinzu. Als plattenlose Workstation soll die Maschine ab 3300 Mark zu haben sein; die Version mit 40-MB-Festplatte soll 6400 Mark kosten.